{"id":216,"date":"2020-11-02T18:36:33","date_gmt":"2020-11-02T18:36:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ricercando.eu\/?p=216"},"modified":"2020-11-02T18:36:33","modified_gmt":"2020-11-02T18:36:33","slug":"versteckte-seele-ein-nachruf-auf-rupi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ricercando.eu\/?p=216","title":{"rendered":"VERSTECKTE SEELE : ein Nachruf auf &#8222;RUPI&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur besseren Lesbarkeit k\u00f6nnen Sie diesen Beitrag <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ricercando.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Versteckte-Seele-Ein-Nachruf-auf-RUPI-Ricercando-November-02-2020.pdf\" target=\"_blank\">HIER <\/a>als <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ricercando.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Versteckte-Seele-Ein-Nachruf-auf-RUPI-Ricercando-November-02-2020.pdf\" target=\"_blank\">pdf <\/a>lesen und\/ oder herunterladen<br><br><strong>Copyright zu diesem Text liegt vollst\u00e4ndig und ausschliesslich bei:<\/strong><br>FiNiTESTi PUBLISHING, <strong>Berlin<\/strong>,Deutschland \u2013 <strong>Duino-Aurisina<\/strong>\/TS, Repubblica Italiana \u2013 <strong>North Berwick<\/strong>, East Lothian, Scotland\/UK<br><br><strong>Missachtungen der Eigentums- und Nutzungsrechte, unbefugtes Verwenden, Kopieren, Verlinken, Weiterleiten, Kommentieren usw. von Texten, Textteilen und s\u00e4mtlichen Photos, einzeln, auch in<\/strong> <strong>Montagen, Kontexten, Zusammenstellungen ohne Genehmigung<\/strong><br><strong>werden STRAFRECHTLICH SCH\u00c4RFSTENS VERFOLGT !<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 02. November 2020<br><br><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Einen Platz findet nur<\/strong>, <strong>wer ihn selber mitbringt<\/strong>.\u201c                                                                                      (Peter Handke, \u201eImmer noch Sturm&#8220;, 2010)<br><br><strong>Du sollst keine fremden Katzen neben mir haben : das sagt jede Katze.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man soll keine besonderen Lieblinge unter den Kindern haben, wird Eltern und Erziehenden (ab)geraten. Bei Katzen allerdings unm\u00f6glich, da es ja alles besondere Lieblinge sind, sonst sollte man erst gar nicht damit anfangen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir wollten ja auch gar nicht damit anfangen, es \u201ehat sich so ergeben\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eMohrle\u201c \u2013 eine schwarze Katze \u2013 kannte (m)ich schon 18 Jahre, bevor meine Mutter starb. Obwohl ich nur h\u00f6chstens zweimal j\u00e4hrlich bei ihr war, \u201eMohrle\u201c alle anderen Menschen nicht mochte und vor ihnen fl\u00fcchtete, erkannte sie mich stets sofort im Augenblick meines Eintretens wieder, schw\u00e4nzelte sofort um mich herum, wollte sofort auf den Arm, und wich nie von meiner Seite, das gew\u00fcnschte Programm mu\u00dfte abgespult werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nicht einen einzigen Klage- oder Jammerlaut gab sie ab w\u00e4hrend der 500 km Zugfahrt zu mir, mit der ich sie vom Wohnort meiner Mutter abholte ; sie hatte tiefstes Vertrauen in mich, und leider nur noch ein Jahr zu leben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das war meine erste Lieblingskatze.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir mu\u00dften sie \u00fcber Monate wegen ihrer Krankheit versorgen und ihr Infusionen verabreichen, &nbsp;&nbsp;sehr anstrengend.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deshalb wollten wir \u201eerstmal\u201c keine Katze mehr. Selbstverst\u00e4ndlich rein zuf\u00e4llig lief uns aber gerade da \u201eTopsi\u201c \u00fcber den Weg, genau ein Jahr nach dem Tod meiner Mutter, er hat ganz genau dieselben gr\u00fcnen Augen wie sie; ein noch unkastrierter, wahrscheinlich erst ein paar Monate oder ein Jahr alter Streuner, der aber offensichtlich sehr an Menschen gew\u00f6hnt war. Von welchen Menschen er kam, haben wir nie erfahren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8212;  2  &#8212; <\/strong><br><strong>\u201eTopsi\u201c war der Grundstein f\u00fcr unsere sp\u00e4tere und heutige Katzenbande. Er ist bis heute die menschenbezogenste aller unserer Katzen. Er h\u00e4tte wohl auch allein weiterleben k\u00f6nnen, aber er fing dann doch an, Unsinn zu machen, sich vielleicht zu langweilen, und wir beschlossen, ihm einen Gef\u00e4hrten zu geben, bevor es vielleicht zu sp\u00e4t daf\u00fcr sein w\u00fcrde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sp\u00e4ter, und heute ist unsere Auswahl an Lieblingskatzen gro\u00df.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eZephyr\u201c, kr\u00e4ftiger schwarzer Britisch Kurzhaar, mehr oder weniger Einzelg\u00e4nger, viel unterwegs, aber dann findet er einen Platz, h\u00e4ufig einen etwas ungew\u00f6hnlichen, es macht Plopp und Platsch und da sitzt er dann im Schrank oder auch oben drauf, es gucken nur noch die Augen \u00b4raus, &nbsp;mit denen er zwinkert, \u201ehier bin ich jetzt erstmal ist doch klar\u201c, und ansonsten fragt er zehnmal am Tag nach Sticks und Streicheleinheiten, in der Regel unduldsam und mit bleckender Zunge, bis ihm gehorcht wird.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Vor seiner Zeit gab es noch \u201eHabakuk\u201c \/ \u201eKuki\u201c, wei\u00dfe EKH-Mischung mit schwarzen Fleckchen, ehemaliger Ausbrecherk\u00f6nig, ansonsten Wach-Kater, Patrouilleur und unbestrittener Oberherrscher, kr\u00e4ftig und sprunggewaltig wie ein Greyhound, dabei ungeheuer sensibel und unwiderstehlich liebenswert, leider fra\u00df er vieles unkontrolliert und starb an Darmtumor (https:\/\/ricercando.eu\/?m=202004).<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Oder \u201ePhilo\u201c, ein gro\u00dfer roter&nbsp; Maine Coon, sehr z\u00e4rtlichkeitsbed\u00fcrftig, den uns die v\u00f6llig unf\u00e4higen jungen Damen des Tierheims Berlin leider gegen unseren Willen aufgeschw\u00e4tzt hatten und den wir einer \u00e4lteren Dame abgeben mu\u00dften, bei der er jetzt gl\u00fccklich ist.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>\u201eCorry\u201c, derzeit die einzige Frau im Hause, und Chefin, eine \u201eEgyptian Mau\u201c, etwas gehandicapt durch einen Unfall in fr\u00fchem Alter, sehr selbstbewu\u00dft, lebendig, schnell, notorisch erfolgreiche Vogel- und M\u00e4use- M\u00f6rderin, und manchmal extrem verschmust \u2013 wenn sie will. Dann begehrt sie, stundenlang mit mir durch das Haus zu streichen, \u00fcberall das K\u00f6pfchen zu reiben und dabei begleitet und gestreichelt zu werden \u2013 wie einst \u201eMohrle\u201c.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>\u201eCalyx\u201c, schwarz-wei\u00dfe Kurzhaar-Mischung, Topkandidat als Lieblingskatze, da eigentlich mehrere Katzen in einem. Ausbrecherk\u00f6nig, sprunggewaltig, fri\u00dft wie ein M\u00e4hdrescher, balgt und rennt mit allen Katzen, gibt allen auf die Schnauze, dann guckt er wie ein Unschuldslamm, verlangt zweihundertprozentige Schmuseeinheiten, klammert und tritt sich an mir fest, schnurrt laut wie ein Rasenm\u00e4her, dann schl\u00e4ft er mal tagelang, also das gesamte Programm, wozu man sonst mehrere Katzen braucht, kompakt in einer einzigen.<br>Er war mehrfach zuvor wieder im Tierheim abgegeben worden: angeblich \u201ezu anstrengend\u201c, \u201ezu aggressiv\u201c, behauptete das Tierheim: eine weitere krasse Fehleinsch\u00e4tzung.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>\u201eMatti\u201c, kleiner roter M\u00f6chtegern-Macho, aber etwas zu zierlich geraten, der beste Freund von \u201eCalyx\u201c, &nbsp;hyperaktiv, nerv\u00f6s, verspielt, heftig, wenn ihm alles zuviel wird, pisst er mal gern die W\u00e4nde an, aber leider \u201es\u00fc\u00df\u201c, \u201es\u00fc\u00df\u201c, \u201es\u00fc\u00df\u201c mt sch\u00f6nen hellen Augen, und ein bi\u00dfchen verr\u00fcckt (\u201ematto\u201c).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und eben \u201eTopsi\u201c, ein ausgesucht getigert-geringelter Beau mit wei\u00dfen Pf\u00f6tchen und gro\u00dfen gr\u00fcnen Augen, schl\u00e4gt die Beine Model-m\u00e4\u00dfig \u00fcbereinander, leicht eifer- und streichels\u00fcchtig.<br><br>Alles Lieblingskatzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alle haben sie hier ihren Platz gefunden.<br><br>Zweimal hatten wir es seinerzeit versucht, einen Gef\u00e4hrten f\u00fcr \u201eTopsi\u201c zu finden \u2013 zweimal war es gescheitert, beide Kater stellten sich schnell mit ihrem Charakter als ungeeignet heraus.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Aber wir wollten nicht aufgeben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der dritte Versuch \u2013 im Tierheim.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Damals gab es dort nicht nur schn\u00f6selige, hochn\u00e4sige, \u00fcberhebliche besserwisserische und un-empathische junge Damen, sondern man wurde richtig gut beraten, hatte ausreichend Zeit und vor allem wurde man mit seinem eigenen Gef\u00fchl und Eindruck gegen\u00fcber den Katzen ernstgenommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es war gerade eine Ladung aus einem \u201eKatzen-Hoarding\u201c eingetroffen \u2013 aufgefunden in zwei Zimmern in Neuk\u00f6lln, \u00fcber 70 Katzen, die entsprechend verst\u00f6rt waren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>&nbsp;&nbsp;3&nbsp;&nbsp; &#8211;<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Von dieser lauten Horde sa\u00df ein kleiner, zierlicher rot-melierter Kater mit blauen \u00c4uglein abseits, ganz allein, still und versteckt in einer Ecke, und nahm mit niemandem Kontakt auf. Nur zu uns blickte er ab und zu unter einem Vorhang ganz vorsichtig hin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>Das war \u201eRupi\u201c.<br><br>Er sollte uns nun \u00fcber zehn Jahre lang begleiten \u2013 vor allem aber \u201eTopsi\u201c und \u201eHabakuk\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Denn mit Menschen verbanden ihn wohl eher \u201eFragezeichen\u201c: die besten Erfahrungen konnte er mit ihnen nicht gemacht haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Anfang an vermittelte er Distanz, aus seiner Haltung schien zu sprechen: \u201eDas mu\u00df man erstmal sehen.\u201c &#8211;&nbsp; \u201eWenn es nach mir geht, eher nicht.\u201c&nbsp; &#8211; \u201eWenn man mir nicht zu nahe kommt, dann vielleicht.\u201c \u2013 \u201eSonst auf gar keinen Fall.\u201c \u2013 \u201eDas entscheide alles ich.\u201c &#8211; \u201eKein Interesse.\u201c<br><br>Dieser Kater war mir also h\u00f6chst sympathisch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umso mehr Interesse hatte er an \u201eTopsi\u201c.<br><br>Am Anfang gefiel dies \u201eTopsi\u201c, er spielte viel mit Rupi; nachdem sich die zwei vorherigen Versuche als aggressiv bis herrisch und sehr unangenehm gezeigt hatten, war Rupi einfach lieb, verspielt, interessiert, lebendig \u2026 nachdem er die gesamte Fahrt vom Tierheim geschwiegen hatte, ging es im neuen Zuhause sofort auf Tour, Topsi wurde freudig begr\u00fc\u00dft. W\u00e4hrend Topsi immer schweigsam war und blieb, kommentierte Rupi alles, mit seinem hellen Stimmchen war er \u00fcberall zu vernehmen. Nur uns gegen\u00fcber schwieg er.<br><br>F\u00fcr Topsi war dies etwas Neues, eine willkommene Abwechslung, er machte alles mit \u2013 aber w\u00e4hrend Topsi offenbar entweder das fr\u00fche Leben als Einzeltier oder mit wenigen anderen Katzen verbracht hatte und ein eher ruhiger und sehr auf Menschen bezogener Kater Kater war, &nbsp;war Rupi st\u00e4ndiges HighLife und Gewusel um sich herum gewohnt, mit Dutzenden anderen Katzen.<br><br>Diese Charakterunterschiede wurden mit der Zeit immer deutlicher, Topsi wurde immer genervter, Rupi verstand das nicht.<br><br>Es wurde immer klarer, dass nur eine weitere Katze mit geeignetem Charakter diese Konstellation beeinflussen k\u00f6nnen w\u00fcrde.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit \u201eHabakuk\u201c\/\u201cKuki\u201c fanden wir erneut im Tierheim den hier genau passenden Driten im Bunde.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Auch er wurde von Rupi st\u00fcrmisch und vorbehaltlos begr\u00fc\u00dft. Er und Kuki verstanden sich sofort hervorragend; aber Kuki konnte einfach klarer, eindeutiger und unmi\u00dfverst\u00e4ndlicher als Topsi Grenzen setzen.<br><br>W\u00e4hrend Rupi dies weitgehend beachtete, lief er Topsi weiterhin immer wieder intensiv nach. Topsi war Rupis \u201egro\u00dfe Liebe\u201c \u2013 aber sie blieb unerwidert.<br><br>In dieser gut austarierten Konstellation waren diese Drei nun f\u00fcr sieben Jahre unser Traum-Trio; es pa\u00dfte einfach so ziemlich alles, auch ungeachtet der immer wieder deutlichen Abwehr von Topsi gegen\u00fcber Rupi.<br><br>Die unerwiderte Zuneigung Rupis w\u00e4re weniger ein Problem gewesen, wenn Rupi sich zum Trost auch Menschen h\u00e4tte zuwenden k\u00f6nnen.<br>Aber das konnte er nicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seine Abwehr, Furcht, Vorbehalte, Vorsicht gegen\u00fcber Menschen blieben grunds\u00e4tzlich unver\u00e4ndert, auch wenn er zeitweise immer mehr auftaute.<br>Ihn ber\u00fchren zu wollen, rief in der ersten Zeit helle Emp\u00f6rung bei ihm hervor.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einerseits gr\u00f6\u00dftes Selbstbewu\u00dftsein, sich absolut nichts sagen zu lassen &#8211; und andererseits gro\u00dfe Furcht, Zur\u00fcckgezogenheit, \u00c4ngstlichkeit, und Bed\u00fcrftigkeit : dies blieb durchgehend bezeichnend f\u00fcr Rupi.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>&nbsp;&nbsp;4&nbsp; &#8211;<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Auch meine gro\u00dfe Zuneigung blieb unerwidert.<br><br>Denn Rupi war meine allerliebste Katze. Mein Liebling.<br><br>Aber nur wenn es ihm schlecht ging, lie\u00df seine Abwehr nach, lie\u00df er sich anfassen \u2013 er war nicht h\u00e4ufig, aber \u00f6fter krank als die anderen Kater. Dann k\u00fcmmerte ich mich noch mehr um ihn, er lie\u00df es sich gefallen, fra\u00df die Premium- H\u00e4ppchen und lie\u00df sich sogar anfassen, tragen und dem Arzt vorstellen.<br><br>Doch sobald die Medizin wirkte, fauchte er mich wieder an und gab zu verstehen \u201eSo jetzt reicht\u00b4s aber.\u201c \u2013 Da wu\u00dfte ich, dass es ihm wieder besser geht\u2026<br><br>So wie schon im Tierheim beobachtete er mich, gerade in sp\u00e4teren Jahren kam er sehr h\u00e4ufig, regelm\u00e4\u00dfig, t\u00e4glich in mein Zimmer und verteidigte dort \u201eseinen\u201c Platz. Er kam auch immer wieder auf mich zu \u2013 aber &nbsp;das durfte nur er, ich nicht. Er bestand darauf, alles unter Kontrolle zu haben und das Ma\u00df der N\u00e4he allein zu regeln.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich gab mich damit zufrieden, f\u00fcr mich war das mehr als ich zu hoffen gewagt hatte, und das wollte ich bewahren.<br>Ich lernte seine Vorlieben zu ersp\u00fcren, er fra\u00df mir zwar aus der Hand, aber immer war klar, dass er dies alles bestimmte.<br><br>Gegen\u00fcber Topsi aber gab er jede Zur\u00fcckhaltung auf, \u201evergab\u201c sich immer wieder, Jahr f\u00fcr Jahr \u2013 und Topsis Abwehr und Genervtheit wurden immer gr\u00f6\u00dfer, und Rupi jammerte immer h\u00e4ufiger dar\u00fcber, irgendwann waren erste T\u00f6ne der Resignation sp\u00fcrbar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schaut man sich die Photos an, \u00fcber die Jahre, so blieben Topsis Z\u00fcge immer gleich \u2013 eine stolze, zufriedene, wache Katze mit durchdringendem Blick \u2026 Habakuk\/ Kuki blieb auch in den letzten Monaten, als er so schwer krank war, ungebrochen der aufgeweckte, dominante und dabei sehr sensible Chef \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2026 Rupi sieht man in den ersten Jahren als au\u00dferordentlich selbstbewu\u00dfte und markante Pers\u00f6nlichkeit mit vielen bemerkenswerten Eigenheiten, Sitzweisen, ungew\u00f6hnlichem entschiedenem Habitus \u2026 nur seine Augen waren schon immer traurig. Er mu\u00df vieles gesehen und erlebt haben, das unsch\u00f6n, schmerzhaft oder schrecklich war; aber das kleine quicklebendige unzerst\u00f6rbare, fr\u00f6hliche, arglose Kind war nicht zerst\u00f6rt worden \u2013 aber auch nie wirklich erwachsen geworden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Er wirkte immer kindlich, staunend \u2013 und verletztlich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deshalb liebte ich ihn ganz besonders.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei ihm ist die Ver\u00e4nderung augenf\u00e4llig, er wirkt in den letzten Jahren resignierter, verschlossener.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn Rupi aber Zuneigung gefa\u00dft hatte, dann war er immer st\u00fcrmisch, vehement, r\u00fcckhaltlos, mit ganzer Hingabe. Er hat nie von \u201eTopsi\u201c abgelassen.<br><br>Sein Leben lang hat er wohl nach dieser bedingungslosen Liebe gesucht \u2013 aber keine Katze konnte sie erwidern; was er wollte, war f\u00fcr die anderen einfach \u201ezuviel\u201c, sie schienen damit nichts anfangen zu k\u00f6nnen, dabei hat er es doch stets nur gut und aufrichtig gemeint.<\/strong><strong><br><br><\/strong><strong>Ich wollte ihm die Liebe geben, die er von keiner Katze bekommen zu haben schien \u2013 aber ich war nur ein Mensch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dann, in dem neuen gro\u00dfen Haus, dem gro\u00dfen Garten, ver\u00e4nderte sich die Konstellation.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es kam \u201eCalyx\u201c, und es kam auch \u201ePhilo\u201c, ein herzensguter, auch roter Maine Coon-Kater, aber \u2013 wie wir von Anfang an bef\u00fcrchtet hatten, dennoch wurde er uns vom Tierheim gegen unser deutliches Gef\u00fchl aufgedr\u00e4ngt \u2013 er pa\u00dfte \u00fcberhaupt nicht in die Gemeinschaft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201ePhilo\u201c war \u00e4u\u00dferst z\u00e4rtlichkeitsbed\u00fcrftig, er klammerte sich an mich, Rupis Eifersucht erwachte, denn er schien ihm seinen Platz bei mir streitig zu machen \u2013 was ich nat\u00fcrlich nicht wollte, aber ich konnte ja Philo nicht abweisen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>&nbsp;5&nbsp; &#8211;<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Rupi mobbte Philo massiv, in Zusammenarbeit mit Kuki; Philo konnte nicht bei uns bleiben, wir fanden eine geeignete Bleibe f\u00fcr ihn, wo er sehr gl\u00fccklich ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>Als Philo noch hier war, war Rupi versehentlich (?) durch ein Loch im Zaun entwichen und schien sich verirrt zu haben, ich habe tagelang nur noch nach ihm gesucht.<br>Als ich ihn fand, mu\u00dfte ich mehrfach und immer wieder zu ihm gehen, ihm Fressen und Knabbereien bringen, bis er endlich aus seinem Versteck zu kommen wagte.<br><br>Beim f\u00fcnften Versuch starrte er mich an, als ob er nicht glauben konnte, dass sich irgendjemand so um ihn bem\u00fchte. Vielleicht hatte er tats\u00e4chlich geargw\u00f6hnt, ich w\u00fcrde Philo jetzt \u201elieber\u201c haben ?<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Aber ich habe keine andere Katze lieber gehabt als ihn.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Dann kam er freudig, ganz von selbst, auf mich zugerannt, er f\u00fchrte mich nach Hause.<br>Ich habe vor Freude geweint \u00fcber diesen seltenen Zuneigungsbeweis.<br><br>Auch einige Jahre fr\u00fcher war er schon mal im seinerzeitigen kleinen Garten verschwunden gewesen, auch da hatten wir stundenlang nach ihm gerufen und er kam schon damals mit diesem ungl\u00e4ubigen Blick zur\u00fcck \u2013 offenbar hatte er erwartet, ausgeschimpft und b\u00f6se behandelt zu werden, etwas anderes schien er von Menschen nicht gewohnt gewesen zu sein.<br><br>Rupi verstand die Welt nicht. Er war unendlich offen, er wirkte \u201eSelbst\u201c-los, er konnte die Grenzen anderer nicht nachvollziehen \u2013 aber es hatte ihm ja auch niemand nahegebracht, als kleines Kind hatte er in dem Gewusel mit \u00fcber siebzig Katzen wohl kaum Erziehung.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Rupi blieb immer kindlich, infantil, er verstand die Anspr\u00fcche anderer nicht, und nicht ihre Zur\u00fcckweisungen. Er schien die \u201eSchuld\u201c daf\u00fcr bei sich selbst zu suchen, als sei an ihm irgendetwas falsch, wo er es doch nur gut meinte.<br>Das schien ihn zunehmend zu zerm\u00fcrben und resignieren zu lassen: dass er mit seiner offenen, arglosen, unverstellten Art nirgends ankam.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es h\u00e4tte nur einer anderen Katze bedurft, die ihn so annahm und sch\u00e4tzte wie er war, ihn aber anleitete und ihm Grenzen setzte. Eine solche Katze war Kuki. Doch dieser war nun tot.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei allem Bem\u00fchen konnte ich kein Ersatz daf\u00fcr sein.<br><br>Mit Calyx verstand sich Rupi sehr gut, er ist vom Wesen her noch Kuki am \u00e4hnlichsten, und Rupi suchte h\u00e4ufig seine N\u00e4he; aber auch Calyx ist ein extrem unabh\u00e4ngiger Kater, mit dem eine intensive Beziehung schwierig scheint.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit Kukis Tod zu Ostern, mit dem Fortgang dieser zentralen bestimmenden Pers\u00f6nlichkeit&nbsp; ver\u00e4nderte sich die gesamte Konstellation unserer Katzen- Population (https:\/\/ricercando.eu\/?m=202004).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der junge Matti schien Anstalten zu machen, sich als Ober-Macho zu positionieren, aber er ist charakterlich anders als Kuki, die F\u00fchrungsrolle steht ihm nicht, dazu ist er zu verspielt, und k\u00f6rperlich auch etwas zu zierlich.<br><br>Die Dame Corry und der gro\u00dfe massive Zephyr fanden nach einigen Anlaufschwierigkeiten schnell ihren Raum.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nur Rupi schien einfach nicht mehr seinen Platz in dieser Runde zu finden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit allen hat er versucht Kontakt aufzunehmen, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, aber mit keiner Katze scheint es so recht geklappt zu haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entweder war er selbst wieder zu heftig und fordernd, oder er kam mit der Gegenreaktion der vier \u201eNeuen\u201c Matti, Corry, Zephyr, Calyx selbst nicht zurecht.<br><br>Mit Zephyr etwa schien es kampfbetonte, aber auch von Anziehung bestimmte Interaktion gegeben zu haben, Rupi schien ihm n\u00e4her kommen zu wollen und Interesse f\u00fcr ihn zu haben, aber auch Zephyr ist wie Topsi eher ein Einzelg\u00e4nger, bei dem man viel Geduld aufbringen mu\u00df, die Rupi fehlte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>6 \u2013<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Calyx eignet sich vom Gesamtcharakter her noch am ehesten als Chef, aber er ist bisher weniger interessiert daran, hier eine Rolle zu spielen, und sucht das Abenteuer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>So ist Corry noch am ehesten als Chefin profiliert, die auch vor Calyx nicht zur\u00fcckweicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber Rupi fand hier einfach nicht mehr seinen Platz; er schien immer mehr zu resignieren, sich zur\u00fcckzuziehen, war oft den ganzen Tag im Untergescho\u00df, schlief, und kam h\u00e4ufig erst abends nach drau\u00dfen.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Irgendwie schien er von den anderen nicht wirklich wahrgenommen zu werden, er konnte sich nicht mehr ausreichend und nachhaltg positionieren.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Er markierte sehr h\u00e4ufig, um sich bemerkbar zu machen; er kam immer noch h\u00e4ufig auf mich zu, wollte Fressen oder aus dem Wasserhahn trinken, doch er hielt sich weniger in meiner N\u00e4he auf.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Er wirkte einfach \u201ealt\u201c \u2013 aber doch etwas vorzeitig; resigniert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dass er unter den neuen Katzen nie mehr so richtig Anschlu\u00df gefunden zu haben schien, d\u00fcrfte ihm zu schaffen gemacht und zugesetzt haben, und es trug wohl nicht zu seiner Gesundheit bei.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Es ging dann leider alles sehr schnell \u2013 er litt an einer Herzschw\u00e4che, mit der Folge multiplen Organversagens, eine akute \u201eHypertrophe Kardiomyopathie\u201c f\u00fchrte in k\u00fcrzester Zeit zum Infarkt, die hereigerufene \u00c4rztin konnte nur noch den Tod feststellen.<br><\/strong><strong><br><\/strong><strong>Es war wohl besser f\u00fcr ihn, denn auch wenn er dies noch \u00fcberlebt h\u00e4tte, w\u00e4re mit der Grunderkrankung nur noch ein kurzes und von st\u00e4ndigen Behandlungen bestimmtes Leben m\u00f6glich gewesen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sein Leben wirkt, r\u00fcckblickend, als \u201eunvollendet\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00e4hrend Kuki und Topsi das gefunden zu haben scheinen, was ihnen entsprach und entspricht, hat Rupi dies vielleicht nie erreicht.<br>Vielleicht.<br><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00e4hrend ich, nachdem Kuki verstorben war, st\u00e4ndig das Gef\u00fchl hatte, er sei weiter hier, um mich herum, dass er da ist, dass er dankbar ist, zufrieden in sein nach-irdisches Dasein findet, war mein Gef\u00fchl nach dem pl\u00f6tzlichen Tod von Rupi so als sei er weg, abgest\u00fcrzt, verschwunden, verschreckt, er geht furchtsam oder \u201eschuld\u201cbewu\u00dft in Deckung angesichts dieses Geschehenen \u2013 so wie es damals war, als er im Tierheim war und von dort kam.<\/strong><strong>Er versteckt sich. Was er so oft getan hatte, ohne es zu wollen. Denn eigentlich wollte er stets nichts mehr als in offene liebende Arme zu laufen : das, was ich all die Jahre empfunden habe, und was fast immer unerf\u00fcllt bleiben mu\u00dfte.<br><br>Aber irgendwo da drau\u00dfen sitzt auch er, und freut sich, wenn jemand an ihn denkt.<br><br>Rupi steht, und starb zu fr\u00fch, stellvertretend f\u00fcr all die vielen Wesen auf der Welt, die nichts mehr wollen als diese Offenheit, die allen Wesen ausgetrieben wird, die vergehen, bevor sie zur Erf\u00fcllung kommen k\u00f6nnen.<br><br>Wir haben ihn vollendet begraben, neben Habakuk\/Kuki, der einzigen Katze, die jemals mit ihm umgehen, ihn auf Distanz halten und dennoch Beziehung zu ihm aufnehmen konnte.<br><br>Das konnte Rupi nicht, seine Sehnsucht war unerf\u00fcllbar.<br><br>Aber gerade deshalb habe ich ihn so geliebt, er war so verletztlich und schutzbed\u00fcrftig, in all seiner \u00c4ngstlichkeit.<br><br>Er kann irgendwann sein Versteckspiel aufgeben.<br>Nun kann seine Seele die Ruhe finden, die er auf Erden vergeblich gesucht hat.<br>Ruhe in Frieden, geliebter Rupi.<br><br>Bis irgendwann, wenn wir uns wiedersehen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur besseren Lesbarkeit k\u00f6nnen Sie diesen Beitrag HIER als pdf lesen und\/ oder herunterladen Copyright zu diesem Text liegt vollst\u00e4ndig und ausschliesslich bei:FiNiTESTi PUBLISHING, Berlin,Deutschland \u2013 Duino-Aurisina\/TS, Repubblica Italiana \u2013 North Berwick, East Lothian, Scotland\/UK Missachtungen der Eigentums- und Nutzungsrechte, unbefugtes Verwenden, Kopieren, Verlinken, Weiterleiten, Kommentieren usw. von Texten, Textteilen und s\u00e4mtlichen Photos, einzeln, auch &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/ricercando.eu\/?p=216\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVERSTECKTE SEELE : ein Nachruf auf &#8222;RUPI&#8220;\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":214,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-216","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-privately"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/216","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=216"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/216\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":217,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/216\/revisions\/217"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}