{"id":248,"date":"2021-08-19T23:10:33","date_gmt":"2021-08-19T23:10:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ricercando.eu\/?p=248"},"modified":"2021-08-19T23:10:33","modified_gmt":"2021-08-19T23:10:33","slug":"frau-ehlert-und-der-rassismus-das-verhaengnis-von-loyalitaet-und-kollektivismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ricercando.eu\/?p=248","title":{"rendered":"\u201eFrau Ehlert und der Rassismus\u201c &#8211; das Verh\u00e4ngnis von \u201eLoyalit\u00e4t\u201c und Kollektivismus"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Zum Gedenken an meine Mutter,<\/strong> <strong>Johanna Schwarz<\/strong> <strong>\u2020<\/strong> 23. August 2008<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d9c5ca;color:#247356\"><strong>Am 23. August 2021 j\u00e4hrt sich zum 13.Mal der Todestag von Johanna Schwarz, der Mutter des Blog-Schreibers.<br>Mit Erinnerungen an sie und ihre Haltung im verbrecherischen Wahnsinn des National-*<em>Sozialismus<\/em>* und seiner anal-sadistischen Exzesse verkn\u00fcpft er seine Gedanken \u00fcber den organisierten Irrsinn der heutigen \u201eNormalit\u00e4t\u201c &#8211; in welcher u.a. so genannte &#8222;Antifaschisten&#8220; die anal- sadistisch- kollektivistische Knechtung der Individuen, erneut etikettiert als &#8222;Befreiung&#8220; (wie der &#8222;vom Joch von Versailles&#8220;), vorantreiben wollen &#8211; und des vorgeblichen \u201eErwachsen\u201c-Seins.<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f0eec4;color:#9f06f4\"><strong>F\u00fcr leichteres Lesen k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/ricercando.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/RICERCANDO-August-2021-Frau-Ehlert-und-der-Rassismus-zum-Gedenken-an-meine-Mutter-Johanna-Schwarz-2021-08-23.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HIER<\/a> diesen Beitrag als <a href=\"https:\/\/ricercando.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/RICERCANDO-August-2021-Frau-Ehlert-und-der-Rassismus-zum-Gedenken-an-meine-Mutter-Johanna-Schwarz-2021-08-23.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">pdf<\/a> ersehen oder<\/strong> <strong>herunterladen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f0eec4;color:#9f06f4\"><strong>For an easier reading experience you can see or download this text as<a href=\"https:\/\/ricercando.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/RICERCANDO-August-2021-Frau-Ehlert-und-der-Rassismus-zum-Gedenken-an-meine-Mutter-Johanna-Schwarz-2021-08-23.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> pdf<\/a> <a href=\"https:\/\/ricercando.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/RICERCANDO-August-2021-Frau-Ehlert-und-der-Rassismus-zum-Gedenken-an-meine-Mutter-Johanna-Schwarz-2021-08-23.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HERE<\/a>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e0e6e8;color:#f46f10\"><strong>Copyright zu diesem Text liegt vollst\u00e4ndig und ausschliesslich bei:<\/strong><br>FiNiTESTi PUBLISHING, <strong>Berlin<\/strong>,Deutschland \u2013 <strong>Duino-Aurisina<\/strong>\/TS, Repubblica Italiana \u2013 <strong>North Berwick<\/strong>, East Lothian, Scotland\/UK \u2013 <strong>Graz<\/strong>, Steiermark, Republik \u00d6sterreich<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e0e6e8;color:#f46f10\"><strong>Missachtungen der Eigentums- und Nutzungsrechte, unbefugtes Verwenden, Kopieren, Verlinken, Weiterleiten, Kommentieren usw. von Texten, Textteilen und s\u00e4mtlichen Photos, einzeln, auch in<\/strong> <strong>Montagen, Kontexten, Zusammenstellungen ohne Genehmigung<\/strong> <strong>werden STRAFRECHTLICH SCH\u00c4RFSTENS VERFOLGT ! <\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0-20. August 2021-<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e0e6e8;color:#f46f10\"><strong>Copyright for this text is entirely and exclusively with:<\/strong> FiNiTESTi PUBLISHING, <strong>Berlin<\/strong>, Germany \u2013 <strong>Duino-Aurisina<\/strong>\/TS, Repubblica Italiana \u2013 <strong>North Berwick<\/strong>, East Lothian, Scotland\/UK \u2013 <strong>Graz<\/strong>, Styria, Republic of Austria<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e0e6e8;color:#f46f10\"><strong>Disregard of property and usage rights, unauthorized use, copying, linking, forwarding, commenting etc. of texts, parts of texts and all photos, individually, also in montage, contexts, compilations without permission will indictably be PROSECUTED !\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>\u00a0 &#8211;  August 20th, 2021<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>01. Ein M\u00e4dchen schreit<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Nennen wir ihn \u201eNovko\u201c : der \u201eneue Ort\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Den Ort, an einem Flu\u00df. Oder vielleicht am Kana\u0142 Gliwicki. Oder vielleicht bei Bytom.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Jedenfalls in Oberschlesien, damals noch deutsch, im Sommer 1941.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Ein M\u00e4dchen, acht Jahre alt, rennt durch den Ort. Es weint, es schreit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">\u201eEuer Scheiss-Hitler ist daran schuld. Ihr mit Eurem Scheiss-Hitler. Das habe ich Euch immer gesagt.\u201c<br><br>Was sie, die anderen, fast alle, die \u201e(\u201edemokratische\u201c)Mehrheit\u201c, immer dazu gesagt hatten ?: alle dasselbe. Wie sie alle gehorcht und nicht widersprochen hatten. Oder, zugestimmt. Zugejubelt.<br>Sie, das M\u00e4dchen, nicht. Sie hatte sich immer gewundert, wieso das alle taten. Warum nicht sie ? Woher hatte sie das ?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Nur aus sich selbst. So wie es jeder k\u00f6nnte. Doch getan hat es niemand, von all den \u201eErwachsenen\u201c. Nur ein kleines M\u00e4dchen wu\u00dfte es besser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Warum sie ? \u201eVon wem hatte sie das ?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Ihr Vater: er hatte sich ergeben m\u00fcssen, \u201eden Verh\u00e4ltnissen\u201c, der \u201e(\u201ademokratischen\u2018) Mehrheit\u201c, denen er aber nie gehorcht hatte. Er hatte auf sein Kind geh\u00f6rt, und ihr nicht ausgeredet, dass sie, die Tochter, recht haben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Aber es half ihm nichts, er wurde einberufen. Er sollte \u201everteidigen\u201c, was nicht zu verteidigen war, was \u201edie Deutschen\u201c besetzt, was sie gestohlen hatten.<br><br>Daf\u00fcr war er nun gestorben, \u201egefallen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">W\u00e4hrend die Mutter des M\u00e4dchens im Hause sa\u00df, mit einer weiteren kleinen, einj\u00e4hrigen Tochter, verzweifelt, aber \u201eruhig\u201c, schrie das M\u00e4dchen seinen Schmerz heraus, schrie, was sie immer gesagt hatte, was niemand h\u00f6ren wollte.<br><br>Dieses M\u00e4dchen: das war meine Mutter.<br><br>An einem Rosenmontag geboren \u2013 der aber auch der Tag des Reichstagsbrandes war \u2013, mu\u00dfte sie mit zw\u00f6lf Jahren fl\u00fcchten, nach Osthessen, knapp westlich der \u201eZonengrenze\u201c, alles zur\u00fccklassen, und nie schien sie wirklich dar\u00fcber hinweg gekommen zu sein &#8211; nicht weil sie ihre Puppenstube vermisste, die ihr Vater ihr gebaut hatte, ihren Bauernhof, ihre Heimat, ihre polnischen Freunde, ihre deutschen Freunde, oder die aus dem Nachbarort, die eines Tages, schon lange bevor ihr Vater \u201efiel\u201c, auf einmal alle verschwunden gewesen waren:<br><br>Sondern weil sie damit allein gelassen worden war, dass sie \u201ees immer gewusst\u201c hatte. Niemand wollte ihr recht geben, denn niemand wollte das von ihnen getane Unrecht anerkennen, vielmehr machten sie dem kleinen M\u00e4dchen Vorw\u00fcrfe, dass es dies alles erkannt hatte, was sie, die \u201eErwachsenen\u201c, verleugneten.<br><br>Sie hatte nie \u201eunterschieden\u201c, unterscheiden k\u00f6nnen zwischen \u201eDeutschen\u201c, \u201ePolen\u201c, \u201eTschechen\u201c, \u201eJuden\u201c. Sie hatte nur gemerkt, dass andere einen Unterschied machten.<br><br>Was \u201edie Deutschen\u201c alles noch an Unfa\u00dfbarem getan hatten, hatte sie damals noch gar nicht gewu\u00dft \u2013 aber dass dies alles einfach falsch war, grundlegend, unheilbar, dass dies nicht gut war, nicht richtig, dass dies nicht gut gehen konnte, das wu\u00dfte sie auch so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Unheilbar auch der Riss zwischen ihr und der \u00fcbrigen Familie; stets wieder war dies Thema, bei allen Familientreffen, dass sie allein gelassen worden war, dass ihre Mutter immer nur gejammert aber nichts getan hatte.<br>Aber ihre Mutter war ja nicht die Einzige, die sich \u201eangepasst\u201c hatte. Alle haben es getan. Niemand fragte all <em><u>diese<\/u><\/em>, \u201evon wem sie dies hatten\u201c. Warum sie alle so taten, als ob sie es nicht besser w\u00fc\u00dften: denn <em><u>das<\/u><\/em> galt \u2013 und gilt \u2013 als \u201e<em><u>normal<\/u><\/em>\u201c; w\u00e4hrend wiederum andere so genannten \u201eWiderspruch\u201c, so genannten \u201eWiderstand\u201c gegen die \u201eNormalit\u00e4t\u201c als Selbstzweck \u2013 ebenso abgekoppelt von Inhalt und kritischer Betrachtung, ebenso pervertiert \u2013 betrieben.<br><br>Alle hatten und haben sie \u201eInteressen\u201c, \u201eBedenken\u201c, \u201eAbsichten\u201c, ihre Gef\u00fchle und Empfindungen blieben verborgen.<br><br>Dass fast alle nicht nur \u201emitgemacht\u201c hatten, dass sie angeblich \u201edas alles nicht gewusst\u201c h\u00e4tten, sondern dass sie gern dabei waren, dass es eine L\u00fcge war, dass \u201eHitler an allem schuld\u201c gewesen sein soll : das wusste ich schon als kleines Kind, ich bekam es aus erster Hand mit, wie sie sich noch Jahrzehnte danach wanden, \u201eentschuldigten\u201c, ihre Schuld nicht anerkannten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Es war nicht wahr, es war eine riesige, unertr\u00e4gliche L\u00fcge, dass sie \u201edas alles nicht gewusst\u201c h\u00e4tten, wo dies doch schon einem achtj\u00e4hrigen M\u00e4dchen klar war, ohne dass dieses alles wissen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Ihr Vater hatte die Schuld erkannt, aber er mu\u00dfte mit den Schuldigen in den Krieg ziehen.<br><br>Danach war meine Mutter allein. Sie fand nie mehr die Unterst\u00fctzung, die sie gebraucht h\u00e4tte.<br>Sie war eine eigentlich sehr aufgeweckte, selbst\u00e4ndige, lebenslustige Frau. Aber \u00fcber all dem lag diese Bitternis.<br><br>So wie dann, bei der \u201eVergangenheitsbew\u00e4ltigung\u201c. Verbitterung, Vorw\u00fcrfe wegen der \u201eUnf\u00e4higkeit zu trauern\u201c. Abwehr bei denen, welche die Vorw\u00fcrfe bekamen. Selbstgerechtigkeit bei denen, die sie machten.<br><br>Als all dies aufkam \u2013 ich war zehn, elf Jahre alt \u2013, da war ich verwundert \u00fcber all diese Oberfl\u00e4chlichkeit. Ich hatte schon Jahre zuvor erfahren, wieviel tiefer dies reichte und wurzelte.<br>Dass die Mutter meiner Mutter \u2013 meine Gro\u00dfmutter \u2013 immer wieder versucht hatte, ihrer \u00e4lteren Tochter \u2013&nbsp; meiner Mutter \u2013 begreiflich zu machen, oder, dass sie angedeutet, oder dies versucht hatte, dass sie meine Mutter doch verst\u00fcnde.<br>Sie habe doch ihren Vater auch geliebt.<br><br>Die Entfremdung war zu gro\u00df &#8211; der Schmerz war zu heftig -, was geschehen war, konnte nicht mehr geheilt werden. Und doch hatte meine Gro\u00dfmutter sich in ihrer Tochter erkannt. Zaghaft, selten, vor\u00fcbergehend.<br><br>Sie hatte ihre Tochter \u201eJohanna\u201c genannt: sie sollte k\u00e4mpferisch sein, das, was meine Gro\u00dfmutter selbst nicht wagte; aber sie lie\u00df ihre Tochter damit allein.&nbsp;<br><br>Ich erkannte \u201edie 68er\u201c in ihren Eltern, denen sie Vorhaltungen machten. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#e5d3c6;color:#5b139f\">Die \u201eVergangenheitsbew\u00e4ltigung\u201c folgte \u2013 in mangelnder Erkenntnis \u2013 grunds\u00e4tzlich genau demselben Un-Geist, der die zu \u201ebew\u00e4ltigende\u201c Vergangenheit verursacht hatte: \u201eFreund\u201c-\u201eFeind\u201c-Haltung, ein Befolgen dessen, was eine jeweilige \u201eMehrheit\u201c oder Herrschaft gerade als Parole ausgegeben hat. Kritikf\u00e4higkeit, Freiheit \u2013 mit der Absicht des differenzierenden Denkens und F\u00fchlens \u2013 unerw\u00fcnscht.<br><br>Vor allem unerw\u00fcnscht ist, das verh\u00e4ngnisvolle Grundkonzept der \u201eLoyalit\u00e4t\u201c anzusprechen: dass niemand per se \u201eLoyalit\u00e4t\u201c verdient hat, nur weil er zur \u201eFamilie\u201c oder irgendeiner der anderen \u201eGruppen\u201c geh\u00f6rt, in die Menschen eingeteilt werden, sich selbst einteilen oder einteilen lassen.<br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>02. Ein Junge schreit<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Meine Mutter wollte sich nie abfinden und begn\u00fcgen damit, \u201enur Hausfrau\u201c zu sein. Mein Vater h\u00e4tte das gern gewollt, aber meine Mutter suchte stets nach etwas au\u00dfer Haus.<br>Auch, dass ihr bessere Bildung, trotz Begabung, angeblich \u201edurch die Fluchtumst\u00e4nde\u201c, aber eigentlich wegen der Gleichg\u00fcltigkeit der Familie, verwehrt worden war, hat sie nat\u00fcrlich nie verwunden oder akzeptiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Frau Ehlert, die Nachbarin, war sehr wohlhabend, aber schwer krank. Ihr Mann arbeitete viel, verdiente gut, baute ein neues Haus \u2013 \u201eaber nicht mehr f\u00fcr Frau Ehlert\u201c, so wu\u00dften und tuschelten die Nachbarn.<br>Krank wie sie war, und verlassen vom Ehemann, brauchte sie Hilfe; meine Mutter gab ihr diese, und verdiente ein wenig dazu.<br><br>Die Abende verbrachte Frau Ehlert mit Fernsehen, mit der \u201eH\u00f6r Zu\u201c. Damals noch etwas Seltenes, in Schwarz-Wei\u00df. Und einmal im Jahr erhielt sie die \u201eH\u00f6r Zu Schlager des Jahres\u201c, mit ihrem Abonnement.<br><br>\u201eSchauen Sie mal, da sind jetzt auch diese Pilzk\u00f6pfe drauf. Diese Beatles. Schrecklich, furchtbar, diese Negermusik.\u201c<br><br>Ich war damals nicht mal acht Jahre alt, hatte alles mobilisiert, einen Rollkragenpullover aus Nylon zu erhalten, um damit entschieden in den \u00f6rtlichen Lichtspielen des ersten Films der Beatles angesichtig zu werden : \u201eYeah Yeah Yeah\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Ansonsten dort nur lauter \u201eHalbstarke\u201c. Ob ich mich verlaufen h\u00e4tte, fragte es aus der Kinokasse. Dort sa\u00df Herr Rose selbst, der Besitzer. Er hatte fast seine ganze Familie verloren, \u201edamals\u201c, \u201ewegen der Deutschen\u201c.<br>\u201eZweimal Parkett\u201c, antwortete ich, denn mein bester Freund war auch dabei, in einem langweiligen Kommunionsanzug zum Fremdsch\u00e4men. Aber im Kino war es ja dunkel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Weil ich noch nicht wu\u00dfte, dass John Lennon am selben Tag wie ich Geburtstag hatte, wollte ich Ringo Starr sein.<br>Und angesichts all dessen sa\u00df nun Frau Ehlert beim Kaffee und sagte dazu : \u201eNegermusik\u201c.<br><br>Mir stand der Mund offen. Das konnte nicht sein. Es durfte nicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Ich konnte nichts mehr essen von der Torte; Frau Ehlert hatte Geburtstag. Ich verlie\u00df die Tafel.<br><br>Ein kleiner Ort, mit einem gro\u00dfen Bahnhof, an einem Flu\u00df, in Osthessen, knapp im \u201eWesten\u201c, im Sommer 1964.<br><br>Ein Junge, knapp acht Jahre alt, rennt durch den Ort. Er kreischt, er schreit, er ruft, auf der Hauptstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">\u201eFrau Ehlert hat gesagt, die Beatles spielen \u201aNegermusik\u2018 !! Sie sagt, das sei etwas Schlechtes. Ich gehe nicht mehr nach Hause, bis Frau Ehlert das nicht mehr sagt !\u201c<br><br>\u201eAber warum hat sie das denn gesagt ? Ich mag ja die Beatles auch nicht, \u201aaber\u2018\u2026Wer ist denn Frau Ehlert ?\u201c, fragten die Leute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">\u201eDa oben !\u201c schrie der Junge \u2013 da, wo meine Mutter aus dem Fenster schaute, sich aussch\u00fcttete vor Lachen, und rief: \u201eIst gut, komm\u00b4rein, Frau Ehlert sagt das nicht mehr.\u201c<br><br>Dieser Junge : das war ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Frau Ehlert hat das nie mehr gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Tats\u00e4chlich spielten ja die Beatles keine \u201eNegermusik\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Denn das w\u00e4re ja ganz etwas anderes. Tats\u00e4chlich spielten sie ja \u201eWei\u00dfarsch-Mucke\u201c. Langweiliges, \u00f6des, epigonales Zeug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">So sah und bezeichnete ich das schon ein Jahr sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Denn ich hatte \u201eAFN\u201c entdeckt (\u201eAmerican Forces Network\u201c in Frankfurt\/Main), \u201eBFBS\u201c, und sp\u00e4ter \u201eRadio Luxemburg\u201c \u2013 das englische Programm \u201eMittelwelle 208\u201c.<br><br>Dort spielten sie wirkliche \u201eNegermusik\u201c, und damit kamen die Beatles nicht mit, die Stones erst recht nicht und alle die es sonst noch gab, das war alles kalter Kaffee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Stax, Motown, Atlantic, Chicago Sound, Philly Groove \u2026: wer angesichts dessen noch sowas wie die Beatles oder Stones brauchte, war bedauernswert.<br><br>Aber der Begriff \u201eNegermusik\u201c war mir dazu nie eingefallen. Auch nicht nach dem Vorfall mit Frau Ehlert. Dass es fast ausschliesslich Menschen mit dunkler Hautfarbe, und nur ganz wenige mit meiner Hautfarbe waren, fiel mir \u00fcberhaupt nicht auf, es spielte \u00fcberhaupt keine Rolle.<br><br>F\u00fcr mich waren das dieselben Menschen, nur mit anderer Farbe, so wie es blaue, braune oder gr\u00fcne Augen gibt, oder wie die Schwarzw\u00e4lder Torte Kirschen und einen dunkleren Teig hat als eine Linzer Torte.<br><br>Aber Frau Ehlert gab zu verstehen, dass es doch wegen der Hautfarbe einen Unterschied geben sollte. Daf\u00fcr war ich ihr immer b\u00f6se.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#ecf2f7;color:#6b5929\">Ich hatte nie \u201eunterschieden\u201c, unterscheiden k\u00f6nnen zwischen \u201eWei\u00dfen\u201c, \u201eSchwarzen\u201c, \u201eGelben\u201c, \u201ePolen\u201c, \u201eAmerikanern\u201c, \u201eRussen\u201c&#8230; ich hatte aber nun gemerkt, dass andere einen Unterschied machten.<br><br>Dass es angeblich einen Unterschied zwischen gelben, schwarzen, braunen, wei\u00dfen Menschen geben soll, habe ich damals nicht und habe ich nie verstanden \u2013 aber damals, in dem Sommer 1964, hatte ich \u201edavon geh\u00f6rt\u201c, und meine Unschuld verloren.<br>Ich konnte nun nicht mehr der sein, der ich war und bin, f\u00fcr den solche \u00c4u\u00dferlichkeiten keinerlei Rolle spielten, sondern ich mu\u00dfte von nun an so tun als h\u00e4tte ich nie davon geh\u00f6rt, von dem was ich nie verstehen konnte, aber wissen sollte.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>03. Gospel statt Eskapismus des \u201eErwachsen\u201c-Seins<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Die kommenden zehn und mehr Jahre verbrachte ich \u2013 au\u00dfer in der Schule oder als Ministrant, Lektor und Kantor der R\u00f6misch-Katholischen Kirche \u2013 schwerpunktm\u00e4\u00dfig in den \u00f6rtlichen \u201eRadio\u201c- Fachgesch\u00e4ften und B\u00fcchereien. Alles \u201eTaschengeld\u201c und Selbst Verdiente, alle Geldgeschenke von Omas, Tanten und Onkels wanderten in die dortigen Kassen.<br>Die neuesten Singles und LPs von Supremes, Four Tops, Aretha, Marvin Gaye, Northern Soul, Philly Soul, Stax, Motown, Memphis, Chicago Sound \u2013 alles was irgendwie \u201cSoul\u201d hei\u00dfen konnte, wurden von mir aufgekauft und nat\u00fcrlich bem\u00e4ngelte ich stets, wenn etwas nicht vorr\u00e4tig war, es mu\u00dfte dann selbstverst\u00e4ndlich bestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Manches aus den Billboard- Charts oder UK Top 40 wurde in Deutschland nicht ver\u00f6ffentlicht, das mu\u00dfte ich dann bei Spezialvers\u00e4nden ordern, oder als ich 1973 das erste Mal nach England kam, mu\u00dfte ich eine ganze Reisetasche reservieren f\u00fcr die Eink\u00e4ufe von seit Jahren gesuchten Rarit\u00e4ten, die in Deutschland niemals erschienen waren.<br><br>Au\u00dferdem hatte ich mit nicht mal zehn Jahren \u201eDie Elenden\u201c gelesen von Victor Hugo \u2013 und Bemerkungen wie \u201eWas willst Du in dem Alter damit Das verstehst Du doch noch gar nicht Bist Du fr\u00fchreif\u201c f\u00fchrten schon aus Protest zum Erwerb weiterer Franzosen, Stendhal, Baudelaire, Rimbaud, Sartre, Camus, de Beauvoir, usw., irgendwann kamen dann auch deutsche, britische, US-amerikanische, skandinavische u.a. Schriftsteller dran, und das mu\u00dfte ja auch alles bezahlt werden.<br>Mit ca. Zehn h\u00f6rte ich auch das erste Mal Prokofiew, Rachmaninow, Ravel usw., und es mu\u00dften dann auch immer mehr \u201eKlassik\u201c- Platten erstanden werden.<br><br>Das bildet bis heute noch einen Grundstock meiner Schallfolien- und B\u00fccher- Sammlung.<br><br>Um in dieser Literatur und Musik all die Bl\u00f6dheiten der \u201enormalen Erwachsenen\u201c und auch bereits gleichgeschalteten Gleichaltrigen zur \u201eNegermusik\u201c und \u00c4hnlichem nicht erleben zu m\u00fcssen und etwas zu finden, womit ich dem entkommen konnte, war all dies unabdingbar notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Aber ich fl\u00fcchtete nicht aus dieser \u201eNormalit\u00e4t\u201c, sondern deren eigentliche Perversit\u00e4t wurde mir in meiner eigenen Welt stets klarer und deutlicher &#8211; die \u201enormalen\u201c Verhaltensweisen der \u201eErwachsenen\u201c und Gleichaltrigen konnte ich nie als etwas anderes sehen denn als Eskapismus vor ihrer Feigheit und \u201eAngepa\u00dft\u201cheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Es war letztlich allein der Gospel in der Musik der Schwarzen, der mich ansprach, ber\u00fchrte und elektrisierte: dass ich keinem all dieser mir fremden Menschen in irgendeiner Weise \u201everantwortlich\u201c sein kann, dass ich nur \u201eGott\u201c verantwortlich sein kann, dass es keine \u201eL\u00f6sung\u201c gibt auf Erden, keine Erl\u00f6sung, sondern nur in Abstand zu dieser Welt, in der Menschen die Gefangenschaft zum \u201eErwachsen\u201c-Sein erkl\u00e4rten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Das war und ist f\u00fcr mich kein Eskapismus \u2013 sondern gerade eine, und die einzig m\u00f6gliche, Haltung, \u201edie Welt\u201c \u00fcberhaupt ertragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Der \u201eGodspell\u201c durchbrach diese Oberfl\u00e4chlichkeit, die Verweigerung des Zulassens und des Aussprechens dessen \u201ewas eigentlich alle wussten\u201c, und des Durchdringens der Tiefe, in der allein Begegnung m\u00f6glich w\u00e4re.<br><br>Dies f\u00fchlt jeder Mensch aus sich selbst, wenn es nicht \u2013 wie bei fast allen \u2013 von Anfang an versch\u00fcttet wird; es ist etwas, das jeder k\u00f6nnte, das \u201eaber\u201c mit Schmerzen, mit Widerspruch gegen jede Dummheit, jede Selbstgewissheit, jeden Missbrauch verbunden ist.<br><br>Man kann nur nach den wenigen Menschen Ausschau halten, die suchen; und man ben\u00f6tigt Schutz.<br>Beides fehlte meiner Mutter, beides fand sie nie.\u00a0<br><br>So klar war mir das seinerzeit nat\u00fcrlich nicht &#8211; ich habe es nur entsprechend meinem klaren Gef\u00fchl und Bewu\u00dftsein getan, das allen \u201eBenimmregeln\u201c nirgends entsprach, und es selbstverst\u00e4ndlich auch bis heute nicht tun kann.<br>Ich geh\u00f6rte einfach nirgends \u201edazu\u201c, und hatte auch nie irgendeine Absicht dazu, vielmehr verstand ich \u00fcberhaupt nicht weshalb man irgendwo \u201edazu\u201c geh\u00f6ren wollen sollte.<br>Sobald ich das entgegen meinem Gef\u00fchl versuchte, weil ich mir das von irgendjemandem habe einreden lassen, f\u00fchlte ich mich oder wurde krank, damit war das Experiment beendet.<br><br>Dass \u201eErwachsene\u201c nie das sind, was sie vorgeben, dazu hatte ich \u00fcber meine Mutter gen\u00fcgend Anschauungsunterricht : warum soll man jemand sein oder darstellen, der man nicht ist, nur damit diejenigen welche dar\u00fcber zu bestimmen trachten, wer man sein soll, einem die Selbstbestimmung dar\u00fcber nehmen wer man sein will und kann ?<br><br>Darin scheint ein Grund zu liegen, weshalb sich alle \u201eErwachsenen\u201c scheinbar so \u201eernst\u201c nehmen oder beleidigt erscheinen wenn man sie \u201enicht ernst\u201c zu nehmen scheint wie sie es gern h\u00e4tten: um zu verbergen, wie wenig sie sich selbst und andere tats\u00e4chlich ernst nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#d7d2c2;color:#8b0c0c\">Sie stellen sich alle selbst unter Artenschutz, und gehen so auch mit allen anderen um.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>04. Der Kollektivismus erlogener \u201eVielfalt\u201c<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Besonders neuerdings mit so genannten \u201eMinderheiten\u201c \u2013 solcherart Bezeichneten und unter Artenschutz Gestellten wird nichts zugetraut ohne \u201eSchutz\u201c \u2013 der jedoch tats\u00e4chlich nur eine \u201eneue\u201c besonders perfide Version von \u00dcbergriffigkeit, Kategorisierung und Fremdbestimmung ist \u2013, wobei eine einzige Eigenschaft von \u201eMinderheiten\u201c hervorgehoben und widersinniger Weise dann ausgerechnet angesichts einer solchen Hervorhebung die Absicht einer \u201eGleichstellung\u201c angestrebt oder behauptet werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Solcher Widersinn treibt auch so manche eigentlich &#8222;Gutm\u00fctige&#8220; in die &#8222;Opposition&#8220; \u2013 weil sie sich nun mal nicht gern dressieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\"><br>Schwule aber bezeichnen sich als &#8222;schwul&#8220; (ehemaliges Schimpfwort), und machen Witze \u00fcber sich selbst.<br>Viele Schwarze nennen sich &#8222;Niggaz&#8220; und lachen \u00fcber sich selbst.<br>Viele &#8222;Menschen aus der Islamischen Welt&#8220; nennen sich &#8222;Kanakken&#8220; und lachen \u00fcber sich selbst.<br>Auch Frauen und manche Feministinnen finden manche ihrer &#8222;Angewohnheiten&#8220; zum Schie\u00dfen und lachen \u00fcber sich selbst und wollen sich nicht als &#8222;Opfer&#8220; und nicht als Gegenstand &#8222;einf\u00fchlsamen Benimm&#8220;- Gehabes sehen.<br><br>Es sind vielmehr nur **ganz bestimmte** Schwarze, T\u00fcrken, Schwule, Frauen, die &#8222;streng&#8220; dar\u00fcber wachen, dass anderen *blo\u00df nichts* vielleicht &#8222;Unkorrektes&#8220; rausrutscht ! &#8211; und die dann &#8222;anklagen&#8220;.<br><br>Und diese okkupieren &#8222;den&#8220; Antirassismus, &#8222;den&#8220; Feminismus f\u00fcr sich, dabei nerven sie schon h\u00e4ufig die, f\u00fcr die sie angeblich &#8222;k\u00e4mpfen&#8220;.<br><br>Niggaz, Schwule, Tussen, Kanakken wollen the SAME RIGHTS wie alle anderen, also vor allem, einfach: LEBEN !, ohne als Ausstellungsst\u00fcck f\u00fcr selbst ernannte \u201eAntidiskriminierer\u201c oder \u201eAntirassisten\u201c zu fungieren, ohne Artenschutz, der Ergebnis und Verfestigung einer Verarmung, aber irgendetwas f\u00fcr den Reichtum zu tun unf\u00e4hig ist, denn Reichtum w\u00fcrde ja die Verarmung der Artensch\u00fctzer offenlegen und angreifen.<br><br>Solche gesucht hervorgeholten \u201eRassismus- Probleme\u201c offenbaren ein Fehlverst\u00e4ndnis von \u201eDemokratie\u201c: gerade f\u00fcr diese ist es nicht zutr\u00e4glich, sich selbst zu wichtig statt sich und andere ernst zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Das Schlimmste, das man dem &#8222;Kampf gegen den Rassismus&#8220; antun kann, sind solche \u201emahnenden\u201c Benimmregeln durch Charaktermasken mit den gleichen Hyper-\u00dcber-Ichs, die man im \u201eKolonialismus\u201c oder \u201ePatriarchismus\u201c angeblich \u201ebek\u00e4mpfen\u201c will.<br><br>Besonders mit als m\u00f6glichen Gegnern der Demokratie \u2013 im Sinne <em><u>wirklicher<\/u><\/em> Demokratie, also nicht als Vor- oder Terror- Herrschaft willk\u00fcrlich, volatil und beliebig definierter \u201eMehrheiten\u201c, also nicht im Sinne eines (Neo-)Kollektiv-(Un-) Rechts, sondern im Sinne des Schutzes der Individual- und der Menschenrechte \u2013\u00a0 Erscheinenden sollte man eher so umgehen als seien sie keine \u201eGegner\u201c.<br>Denn wenn ihre Argumente unhaltbar sind oder sie gar keine haben, m\u00fc\u00dfte es ausreichen, dies, statt alarmistisch und erm\u00fcdend als \u201eDemokratiegef\u00e4hrdung\u201c zu deklamieren, durch eigene Argumentation zu verdeutlichen, was umso besser gelingen k\u00f6nnte, je mehr man nicht nur Argumente \u201eGleichgesinnter\u201c best\u00e4tigen und sich mit ihnen in eigenen Kreisen drehen l\u00e4\u00dft, sondern auch die Haltungen Anderer zur Kenntnis nimmt statt sie abzuwehren und auszugrenzen, und dann aber eine \u201eSpaltung der Gesellschaft\u201c zu beklagen als ob man daran nicht beteiligt sei.<br><br>Demokratie m\u00fc\u00dfte zun\u00e4chst beispiel- und lehrhaft sein in der selbstverst\u00e4ndlichen Unterstellung der Gleichheit aller Menschen, bevor sie \u201ewehrhaft\u201c w\u00fcrde.<br>Ihre \u201eWehrhaftigkeit\u201c sollte eher gerade aus Lehrhaftigkeit bestehen.<br><br>Aber hier scheint ein erhebliches Problem zu bestehen: gerade sehr viele selbst ernannte Protagonisten der \u201eGleichheit\u201c sind keine glaubw\u00fcrdigen Vertreter dessen, was sie vorgeben: sie geh\u00f6ren selbst zu denen, welche die Gesellschaft in Gruppen aufspalten und anti-pluralistisch und damit anti-demokratisch bestimmte zu \u201eGruppen\u201c Definierte ausschlie\u00dfen.<br><br>Sie k\u00f6nnen Gleichheit gerade nicht glaubw\u00fcrdig vertreten, weil sie Unterschiedlichkeit nicht ertragen und damit, und mit der immerw\u00e4hrenden Unabgeschlossenheit, Diversit\u00e4t und Ungleichheit von Gesellschaften und Menschen nicht umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Die Frage ist niemals, ob &#8222;all lives matter&#8220; oder &#8222;black lives matter&#8220; &#8211; weil das \u00fcberhaupt keine &#8222;Frage&#8220; sein *kann*, sondern selbstverst\u00e4ndlich und vollkommen fraglos *ist* -, sondern ob es unter &#8222;Nicht- Wei\u00dfen&#8220; grunds\u00e4tzlich genauso viel oder -wenig Arschl\u00f6cher gibt wie unter &#8222;Wei\u00dfen&#8220;.<br><br>Wer andere Fragen stellt, erweist damit nur, dass diese anderen \u201eFragen\u201c &#8211; ob Hautfarbe und andere \u00fcber- individuellen und den Individuen unverf\u00fcgbaren Eigenschaften irgendetwas z\u00e4hlen k\u00f6nnen &#8211; f\u00fcr ihn \u00fcberhaupt welche sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Und mit ihrer Unduldsamkeit gegen\u00fcber \u201eRassisten\u201c oder \u201eAntidemokraten\u201c wehren sie h\u00e4ufig die Fragen und Unsicherheiten dar\u00fcber ab, wie demokratisch und nicht-rassistisch sie eigentlich selbst sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Und dass sie in dem Zusammenhang auch mit der entgrenzenden \u201eSchwarzen Musik\u201c nie etwas anfangen konnten.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\">Und so bin ich allergisch gegen selbst ernannte &#8222;Anti-Rassisten&#8220; mit Gratis-&#8222;Mut&#8220;, die ihre hedonistische Selbstbezogenheit und sich selbst im &#8222;Kiez&#8220; mit &#8222;Demos&#8220; feiern, &#8222;die Schwarzen&#8220; sind ihnen dabei schei\u00dfegal, sie fungieren nur als Mittel ihrer Selbstbezogenheit.<br><br>Geht jemand gegen diese Verlogenheit von \u201eAnti-Rassisten\u201c vor, spulen in deren Hirnen wom\u00f6glich stets dieselben Filme und Selbstgewi\u00dfheiten auf, die ihnen suggerieren m\u00f6gen, dass alle die nicht in deren &#8222;Kiez&#8220; dieselben Parolen wie dumme kleine H\u00fcndchen mitbellen, und sich nicht &#8222;Antifaschisten&#8220; schimpfen und es nicht n\u00f6tig haben, sich als &#8222;Antirassisten&#8220; aufzuspielen, &#8222;Nazis&#8220; sein m\u00fcssen, oder die unterstellen, dass man, wenn man einen Verbrecher, egal welcher &#8222;Hautfarbe&#8220;, einen Kriminellen nennt, dann auch die t\u00f6dliche Gewalt der Polizisten gegen ihn guthei\u00dfen m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#bac8d1;color:#684b4b\"><br>Menschen aber sind FREI, so zu sein und sich nennen zu wollen und zu lassen wie sie es gut finden, statt irgendwelche &#8222;Community&#8220;- Eigenheiten zu betonen, um irgendwo &#8222;dazu&#8220; zu geh\u00f6ren.<br><br>Denn dies widerspricht gerade jeder &#8222;diversity&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>05. <strong>\u201cGleich\u201cschaltung als \u201eAntirassismus\u201c, \u201eAnti-Kolonialismus\u201c oder \u201eobrigkeitskritischer\u201c\u201eAnti-Patriarchismus\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Viele seinerzeitige Mitsch\u00fcler mit ihren Stones, Pink Floyd oder Deep Purple, die bei meinen Plattenk\u00e4ufen \u201eNeger- Tanzmusik\u201c sahen, haben sich l\u00e4ngst der \u201eNormalit\u00e4t\u201c des vorgegebenen \u201eAnti-Rassismus\u201c in deren folgsamer \u00dcber-Erf\u00fcllung angeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Auf mich wirkt das sehr bem\u00fcht und wenig glaubw\u00fcrdig.<br>Da war Frau Ehlert schon ehrlicher.<br><br>Heute wird z.B. behauptet, das Bezeichnen von Deutschen als &#8222;Nazis&#8220; sei zu vergleichen mit dem Benennen von Schwarzen als &#8222;Niggaz&#8220;, obwohl doch, eine schwarze Hautfarbe zu haben, nie ein Verbrechen war oder ist &#8211; Nazi zu sein, aber schon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\"><br>Und wenn es rassistisch sein soll oder ist, wenn Menschen &#8211; egal welche Hautfarbe sie selbst haben &#8211; andere nach \u00c4u\u00dferlichkeiten &#8211; wie Hautfarbe und nicht nach ihren pers\u00f6nlichen Eigenschaften beurteilen, warum soll ich dann nicht alle Menschen jeweils nach ihren Eigenschaften lieber m\u00f6gen als andere, ohne jede Ber\u00fccksichtigung von Irrelevantem wie Hautfarbe, Geschlecht o.a. \u00c4u\u00dferlichkeiten ?<br><br>\u201eKanakken\u201c, die \u00fcber sich selbst und den Irrsinn in ihren &#8222;Communities&#8220; lachen k\u00f6nnen &#8212; &#8212; \u201eKartoffeln\u201c (Deutsche), die \u00fcber bestimmte h\u00e4ufig anzutreffende Eigenarten von Deutschen lachen oder dies absto\u00dfend finden &#8212; &#8212; Feministinnen, die all das &#8222;politisch korrekte&#8220; Geschwafel der &#8222;Vorzeige- Feministinnen&#8220; lachhaft und absto\u00dfend finden (wie z.B. Camille Paglia es tut) &#8211; &#8211; ebenso Schwarze, die sich stark distanzieren von so einigen in &#8222;Black Communities&#8220; h\u00e4ufig anzutreffenden Selbstgewi\u00dfheiten\u2026 : solche sind f\u00fcr mich weitaus glaubw\u00fcrdiger als irgendjemand, der \u201eAnti-Rassismus\u201c vor sich hertr\u00e4gt.<br>Dort sind eher Menschen, die nicht zu irgendetwas \u201edazugeh\u00f6ren\u201c wollen, ob nun zum \u201eDeutsch\u201c-Sein, zur \u201eBlack Culture\u201c oder sonst etwas.<br><br>Als Schwuler nenne ich mich schwul und brauche keine Gouvernante, die mich davor besch\u00fctzt, jeder darf mich schwul nennen.<br>&#8222;Gegen Vorurteile&#8220; sein zu wollen, dann aber auf einmal &#8222;Respekt&#8220; zeigen zu sollen gegen\u00fcber jeweils typischen &#8222;Community&#8220;- attitudes : wie lachhaft, widersinnig und sich selbst entlarvend !<br><br>Es sind nicht alle Menschen &#8222;gleich&#8220;, auch nicht in \u201eCommunities\u201c, da sie ja u.a. vom &#8222;Charakter&#8220; her, von ihren F\u00e4higkeiten her nicht gleiche Voraussetzungen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\"><strong>Warum sollte also irgendjemand so tun als ob \u201ealle Menschen \u201agleich\u2018\u201c seien ? Nur dann, wenn er Interesse an Gleichschaltung, statt Gleichheit aller Ungleichen hat.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Offenbar haben jedoch fast alle oder sehr viele Interesse an solcher Gleichschaltung. Sonst w\u00fcrde es z.B. \u201eParteien\u201c gar nicht geben (k\u00f6nnen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Manchen, die sich in \u201eParteien\u201c nicht (mehr) \u201ewiederfinden\u201c k\u00f6nnen, wird attestiert, sie h\u00e4tten sich \u201eradikalisiert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Jedoch ist das Verhalten derer, die als \u201eRadikalisierte\u201c bezeichnet werden, doch l\u00e4ngst in \u201eParteien\u201c vorgebildet: \u201eParteien\u201c besch\u00e4ftigen sich zuhauf mit Dingen, die nichts mit eigentlichen Sachverhalten, Themen, Problemen und an diesen orientierten L\u00f6sungen zu tun haben, sondern mit der Eigen-\u201eBest\u00e4tigung\u201c und \u201eFormierung\u201c der \u201eParteien\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Disziplinierung der Mitglieder, Abgrenzung, \u201eWiedererkennbarkeit\u201c, \u201eProfilierung\u201c : all dies scheint wichtiger als inhaltlich koh\u00e4rente L\u00f6sungen. Die dabei unweigerlich entstehenden (Selbst-)Widerspr\u00fcche und Unvereinbarkeiten mit der Realit\u00e4t sollen nicht thematisiert werden: einer obskuren \u201eEinheit\u201c wegen, um so genannte \u201eSpaltungen\u201c zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">So wird nicht nur das Stammes-Denken von \u201eCommunities\u201c vorgebildet, sondern auch das bei \u201eRadikalisierten\u201c diagnostizierte Verhalten: Einw\u00e4nde, Fragen, Zweifel, Widerspruch und Widerspr\u00fcche einfach nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen, auszugrenzen \u2013 all das, die Entw\u00f6hnung von wirklicher ernsthafter inhaltlich orientierter umfassend wahrnehmen wollender Auseinandersetzung, ja deren Verbot, Abwehr und Abwertung, all das ist den \u201eRadikalisierten\u201c doch aus dem \u201emainstream\u201c, den \u201eParteien\u201c bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Die \u201eRadikalisierten\u201c sind ein Spiegelbild der \u201eEtablierten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Widerspr\u00fcchlich und beliebig erscheint es auch, wenn im jeweiligen \u201emainstream\u201c die Verhaltensweisen bestimmter \u201eCommunities\u201c pauschal unkritisch und einnehmend positiv begleitet \u2013 oder sie nicht mal als \u201eCommunities\u201c mit mehr oder weniger starren \u201eWerten\u201c, Codes und Zugangsvoraussetzungen aufgefasst und erkannt \u2013 werden, w\u00e4hrend andere pauschal abgewertet und ausgegrenzt werden und ebensowenig eine wirklich kritische Befassung mit ihnen erfolgt: all dies letztlich nur, damit der \u201emainstream\u201c und \u201eParteien\u201c mit sich selbst keine wirkliche Auseinandersetzung f\u00fchren m\u00fcssen.<br>Denn diese anzumahnen und anzustreben, w\u00fcrde \u201ezu\u201c viele schmerzhafte Fragen ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Was manche etwa &#8222;Verschw\u00f6rung&#8220; nennen, sind schlicht und ergreifend mehr oder weniger offene oder informelle Zusammenschl\u00fcsse von Menschen, die bestimmte Gemeinsamkeiten und Interessen haben, und die es auch bei allen B\u00fcrgern im privaten und\/oder beruflichen Umfeld gibt (&#8222;Netzwerke&#8220; o.\u00e4. genannt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">&#8222;Verschw\u00f6rung&#8220; &#8211; wie z.B. &#8222;Atomlobby&#8220; &#8211; wird das nur von denen genannt, welche diese Interessen desavouieren und diffamieren wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Bestimmte &#8222;Verschw\u00f6rungen&#8220;\/ &#8222;Netzwerke&#8220; k\u00f6nnten allerdings auch von &#8222;der Gesellschaft&#8220; selbst verursacht sein, bzw. von genau denen, welche diese Netzwerke &#8222;kritisieren&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Etwa &#8222;Drogenkartelle&#8220;, &#8222;Prostitution&#8220; oder auch P\u00e4dosexualit\u00e4t, und manches Weitere: Beispiele f\u00fcr in die Illegalit\u00e4t abgedr\u00e4ngte Bereiche, die das anbieten was offenbar, un\u00fcbersehbar, unbestreitbar von vielen Menschen begehrt wird, aber die meisten trauen sich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Stattdessen begehen sie Ersatzhandlungen und &#8222;verfolgen&#8220; diejenigen welche es sich trauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Wieviele P\u00e4dosexuelle es tats\u00e4chlich z.B. gibt, wird regelm\u00e4\u00dfig deutlich wenn &#8222;F\u00e4lle&#8220; aufgedeckt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Statt offen \u00fcber diese Realit\u00e4t zu sprechen und P\u00e4dosexuelle nicht zu &#8222;\u00e4chten&#8220;, nicht auf diese eine Eigenschaft zu reduzieren als seien sie dadurch \u201ekeine Menschen\u201c mehr, wird es aus der Wirklichkeitswahrnehmung herausgedr\u00e4ngt &#8211; dabei produziert dies immer weiter <em><u>O<\/u>p<u>fer<\/u><\/em>, <em><u>die sich im Dunkeln am weni<\/u>g<u>sten wehren k\u00f6nnen<\/u><\/em> &#8211; gerade im Sinne des Opferschutzes w\u00e4re ein offener Umgang damit viel sinnvoller, abgesehen davon, dass auch (potentielle) T\u00e4ter viel besser mit ihrer &#8222;Neigung&#8220; umgehen k\u00f6nnen wenn sie offen dar\u00fcber sprechen d\u00fcrften und es nicht tabuisiert w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Aber keine \u201ePartei\u201c kann oder will es sich \u201eleisten\u201c, \u00fcber solche Sachverhalte offen, unvoreingenommen, bezogen auf die Realit\u00e4t und reale Menschen zu diskutieren.<br>Stattdessen nehmen sie an einem \u00dcberbietungswettbewerb der Verdr\u00e4ngung, Tabuisierung und \u201eBestrafung\u201c teil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Diese \u2013 nicht nur \u201eb\u00fcrgerliche\u201c \u2013 Verlogenheit kritisiert \u201edas Volk\u201c dann, wenn es sich z.B. aus \u201eProtest\u201c den Populisten und anderen sich als \u201eehrliche\u201c Heilsbringer Aufspielenden zuwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Aber dass diese Verlogenheit vom \u201eVolk\u201c selbst fortw\u00e4hrend gefordert, gef\u00f6rdert und verlangt wird, dass also \u201edas Volk\u201c selbst \u00fcberdeutlich dazu beitr\u00e4gt, dass es keine L\u00f6sungsorientiertheit git, sondern seine vorgefa\u00dften \u201eMeinungen\u201c best\u00e4tigt werden, dies will \u201edas Volk\u201c nicht wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Viele in der Opfer- Betreuung Arbeitende, und fast alle, die in der T\u00e4ter- Therapie arbeiten, m\u00fcssen feststellen, dass es genau diese Verdr\u00e4ngung und Tabuisierung ist, die st\u00e4ndig neue Opfer schafft &#8211; denn die Tabuisierung hat auch Folgen schon f\u00fcr kleine Kinder, die nicht &#8222;aufgekl\u00e4rt&#8220; werden, denen kein K\u00f6rper-Selbst-Bewu\u00dftsein vermittelt wird: das gilt ja als &#8222;Fr\u00fchsexualisierung&#8220; auff\u00e4lliger Weise bei genau denen, die st\u00e4ndig Worte wie &#8222;Kindersch\u00e4nder&#8220; auswerfen, oder \u201eKinderehen im Islam\u201c thematisieren, sich aber in ihrer Tabuisierung der Sexualit\u00e4t gerade gegen\u00fcber Kindern kaum von \u201erechtgl\u00e4ubigen\u201c Muslimen unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Desgleichen Drogen: hier wird Kriminalit\u00e4t offen vor aller Augen produziert, Konsumenten werden zu Straft\u00e4tern erkl\u00e4rt, es entstehen immense Kosten f\u00fcr &#8222;den Staat&#8220;, also alle, es wird eine &#8222;Schattenwirtschaft&#8220; etabliert, die &#8222;den Staat&#8220;, also alle, Unsummen kostet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Statt wie in Portugal Drogen zu entkriminalisieren, offen in Apotheken z.B. zu verkaufen: trocknet den Dealer-Sumpf aus, bringt &#8222;dem Staat&#8220; Milliarden Steuereinnahmen statt zu kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Nebenbei verschwindet der &#8222;Reiz des Verbotenen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Und all diese &#8222;b\u00fcrgerliche&#8220;, &#8222;konservative&#8220; Verklemmtheit und Verlogenheit, die mit Schein-&#8222;Werten&#8220; beflankt wird, befeuert auch die &#8222;Prostitution&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Es zeigt sich: &#8222;der Staat&#8220; hat Etliche \u2013 egal welcher \u201epolitischen Richtung\u201c \u2013 unter Kontrolle, sie folgen den Vorgaben der &#8222;\u00f6ffentlichen Meinung&#8220;, denunzieren, verfolgen und &#8222;melden&#8220; flei\u00dfig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Weil sie sich das Selbst und Kritisch Denken abgew\u00f6hnt haben (lassen). Weil Mutter und Vater \u2013 die man \u201eehren soll\u201c \u2013&nbsp; das auch schon immer gesagt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Es braucht dazu keine &#8222;Verschw\u00f6rungen&#8220;. Die Menschen sind &#8222;von selbst&#8220; so dumm. Ganz \u201efreiwillig\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">\u201eParteien\u201c tragen zur \u201eMeinungs\u201c-Bildung bei \u2013 und dies wird auch noch positiv hervorgehoben und als f\u00f6rderlich erachtet \u2013 aber nicht zur Bildung. Und dies kommt der Bildungsunwilligkeit des Gro\u00dfteils des \u201eVolkes\u201c entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Und \u201eRadikalisierte\u201c wollen eben auch nur eine \u201eMeinung\u201c haben: kritisch dar\u00fcber reflektieren wollen sie nicht, und sie haben es auch nirgends anders gelernt, sie repetieren nur das was man ihnen vorgegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Die AfD \u2013 um ein Beispiel zu nennen &#8211; war 2013\/14 so gut wie verschwunden, ihre W\u00e4hlerschaft war auf die tats\u00e4chlich max. 3 &#8211; 4 % &#8222;echten Nazis&#8220; geschrumpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Dann kam Frau Merkel und ihre &#8222;Fl\u00fcchtlingspolitik&#8220;, und hat die AfD erst richtig stark gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Woher sollen denn also auf einmal all die &#8222;Nazis&#8220; kommen &#8230;? Wieso sollen 15-20% der W\u00e4hler auf einmal &#8222;Nazis&#8220; geworden sein ?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Mich verbindet geistig-politisch \u00fcberhaupt nichts mit der AfD, und die meisten AfD-W\u00e4hler haben v\u00f6llig unbestreitbar einen deutlichen Hang zum Reaktion\u00e4ren, zum Spie\u00dfertum, zu dem was sie &#8222;konservative Werte&#8220; oder &#8222;Normal&#8220;-Sein nennen wollen, was aber h\u00e4ufig faschistoide Z\u00fcge des wildgewordenen Kleinb\u00fcrgertums, also der Original Hitler Zugeneigten und sich wahnhaft als &#8222;Zu-Kurz-Gekommene&#8220; wahrnehmenden Kleingeister tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Allerdings gibt es solche Haltungen zuhauf auch au\u00dferhalb der AfD.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Insofern scheint mir die Weigerung, sich mit der AfD auseinandersetzen zu wollen, ein Ergebnis der Weigerung zu sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Man k\u00f6nnte sich dabei ja selbst erkennen.<br><br>Es kann aus einer &#8222;Revolution&#8220;, die sich auf &#8222;das Volk&#8220; berufen will (&#8222;Wir sind das Volk&#8220;\/ &#8222;Wir sind ein Volk&#8220;), sowieso nichts werden, denn grunds\u00e4tzlich macht es f\u00fcr den Einzelnen keinen Unterschied, ob er vom &#8222;Volk&#8220; oder der &#8222;Regierung&#8220; \u00fcberwacht und gema\u00dfregelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\"><strong>Eine nennenswerte Revolution kann es erst geben, wenn jeglicher falschen &#8222;Loyalit\u00e4t&#8220; zu &#8222;Volk&#8220;, &#8222;Partei&#8220;, &#8222;Unternehmen&#8220; usw. usf. eine Absage erteilt wird und der Einzelne auf seinem kritischen Bewu\u00dftsein bestehen darf statt von einem Kollektivismus zum anderen geschoben zu werden.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Angesichts dieser selbst verschuldeten Entfernung von der Realit\u00e4t und von wirklichen Sachfragen und deren ziel- und inhaltsorientierter einvernehmlicher statt von \u201eParteien\u201c in Beschlag genommener L\u00f6sung ist es gef\u00e4hrlich, leicht m\u00f6glich und kann aber nicht verwundern, wenn den vom \u201eParteien\u201c-Wesen nachvollziehbar Entfremdeten gegen\u00fcber ein so genannter \u201ePopulist\u201c Versprechungen abgibt, er w\u00fcrde sich um ihre, von den \u201eParteien\u201c angeblich oder tats\u00e4chlich vernachl\u00e4ssigten Probleme k\u00fcmmern.<br>Dass er dies wieder nur partiell und in von der Gesamt-Realit\u00e4t abgespaltenen Weise tun wird und kann, und er allen m\u00f6glichen au\u00dfer sich und seinen Anh\u00e4ngern die Schuld daf\u00fcr geben wird, wenn die Unerf\u00fcllbarkeit und Irrealit\u00e4t seiner Versprechungen deutlich wird, f\u00e4llt den Fans kaum auf, da sie nichts Besseres gew\u00f6hnt sind und sich der Habitus der Anf\u00fchrer grunds\u00e4tzlich nicht, sondern nur graduell unterscheidet.<br><br>Das eigentliche, ungel\u00f6ste, unangesprochene Problem also auch hier: die Vermassung der Menschen, der Zwang, sie alle irgendwie unter einen Hut zu bringen und zu \u201eMehrheiten\u201c zu verformen.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Wie sich zuletzt in der \u201eCorona-Krise\u201c gezeigt hat, als die absolute Priorit\u00e4t nicht die Bewahrung der Selbstbestimmung und St\u00e4rkung der Selbstverantwortung aller B\u00fcrger war &#8211; mit welcherart Wertsch\u00e4tzung sie die Notwendigkeiten der Pandemie einsichtiger mitgetragen h\u00e4tten -, sondern, die Menschen als Untertanen und Empf\u00e4nger gr\u00f6\u00dftenteils h\u00f6chst widerspr\u00fcchlicher und wirkungsloser Befehle und Verordnungen anzusprechen: es braucht gar keinen totalit\u00e4ren Staat (mehr), um alle dazu zu bringen, das Gleiche zu sagen, und jede noch so offensichtliche Kritik an den eigenen Vers\u00e4umnissen und eklatanten Fehlleistungen der \u201ePolitik\u201c zum Verstummen zu bringen, auszugrenzen und als \u201egef\u00e4hrlich\u201c nicht mehr zuzulassen, jegliche Alternativen und schon jedes Ansprechen davon zu unterbinden und zu bedrohen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Den Idioten, den selektive Realit\u00e4tsfetzen und -versatzst\u00fccke als Befehl und \u201eGebotenheit\u201c skandierenden Wortf\u00fchrern auf den \u201eRegierungsb\u00e4nken\u201c, den dortigen Karrieristen, Handlangern, \u201eAngepa\u00dften\u201c, Seilschaftlern stehen nur ebenso formierte Idioten-\u201eQuerdenker\u201c mit ebenfalls selektierter Realit\u00e4tswahrnehmung entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Einfach wahrhaft zu sein, kritisch umfassend denkend und sich zu informieren Versuchende, nicht von Protagonisten irgendwelcher \u201ePolitik\u201c, \u201eWissenschaft\u201c, \u201eInteressengruppen\u201c, \u201eParteien\u201c sich vereinnahmen lassen wollende Einzelne gibt es nicht, oder kaum. Sie spielen keine Rolle, sie finden nicht statt, sie geh\u00f6ren nirgends \u201edazu\u201c.<br><br>Zur \u201eNormalit\u00e4t\u201c, die organisierter Irrsinn ist.<br><br>Niemand fragt die Irren, \u201ewoher sie das haben\u201c: weil der organisierte Irrsinn subtiler, als \u201edemokratisch\u201c ausgegebener, Herrschaft ohne Selbstbestimmung als \u201enormal\u201c gilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Niemand fragt, warum es keine schreiend und weinend die herrschende Idiotie benennenden Einzelnen zu geben scheint, obwohl jeder diese F\u00e4higkeit hat, sie sich aber hat ab-\u201eerziehen\u201c lassen.<br><br>Die Antwort darauf, warum so wenige \u201edas haben\u201c zu wollen scheinen, wirft \u201ezu\u201c viele schmerzhafte Fragen auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#c7d9d2;color:#aa2244\">Dass \u201emainstream\u201c, dass \u201eRadikalisierung\u201c \u00fcberhaupt so entstehen k\u00f6nnen, liegt daran, dass stets zu wenige Einzelne rechtzeitig aufstehen und eine ernsthafte gr\u00fcndliche Auseinandersetzung statt Parolen und H\u00e4ppchen der organisierten \u201eMeinungsfreiheit\u201cs-Darsteller als Surrogat wirklicher Freiheitlichkeit fordern.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>06. <strong>Vs. dem analen Charakter von \u201eAntirassisten\u201c : Wirkliche Menschen sind <em><u>immer<\/u><\/em> \u201edivers\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Es ist kein &#8222;Widerspruch&#8220; dazwischen, wenn \u201eeinerseits\u201c Begriffe und Zeichen von Verschiedenheit aus der Sprache und \u00d6ffentlichkeit verschwinden und \u201eangeprangert\u201c werden sollen und \u201eandererseits\u201c die \u201eawareness\u201c f\u00fcr solche \u201eDifferenzen\u201c gesteigert werden soll:<br><br>es werden ja nicht &#8222;Diversit\u00e4ten&#8220; mit &#8222;Toleranz&#8220; oder &#8222;Aufmerksamkeit&#8220; belegt, sondern nur Menschen, welche eine Ideologe des Bejahens des *<em><u>Scheins<\/u><\/em>* von &#8222;Diversit\u00e4t&#8220; befolgen.<br><br>Ein Schwarzer z.B., der sich \u00fcber das &#8222;anti-rassistische&#8220; Bem\u00fchen wei\u00dfer &#8222;Anti-Rassisten&#8220; belustigt oder der darlegt, dass das Hauptproblem der Black Community die allgegenw\u00e4rtige Gewalt und deren Anbetung ist, die f\u00fcr Nancy Pelosi bestenfalls einen Kopfschu\u00df \u00fcbrig hat, der wird nicht wahrgenommen, von dem ist man h\u00f6chstens \u201eunangenehm ber\u00fchrt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Feministinnen, die nicht &#8222;Wei\u00dfe&#8220;- und M\u00e4nner-feindlich sind, sondern darlegen, dass Frauen, die st\u00e4ndig ihre &#8222;Opfer&#8220;- Rolle betonen und bejammern, v\u00f6llig ungeeignet f\u00fcr &#8222;Emanzipation&#8220; und &#8222;Gleichstellung&#8220; sind, werden nicht wahrgenommen, sondern ausgegrenzt, von denen ist man h\u00f6chstens \u201eunangenehm ber\u00fchrt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Und so weiter.<br><br>Es werden nur &#8222;Diversity&#8220;-(Selbst-)*Darsteller* wahrgenommen, nicht *wirkliche* Menschen, die *immer* divers sind und niemals eindimensional und konformistisch sein k\u00f6nnen.<br><br>Und leider fallen selbst ernannte &#8222;Gegner&#8220; solcher Schein-&#8222;Diversity&#8220; auf diese herein, arbeiten sich an ihr ab und &#8222;lehnen sie ab&#8220;: vielleicht weil sie diese zu sehr an ihre eigene unertr\u00e4gliche Langweiligkeit erinnert.<br><br>Dann &#8222;bek\u00e4mpft&#8220; man diese lieber bei anderen statt bei sich selbst.<br><br>Ein wesentliches Problem liegt in der Behauptung, &#8222;**s\u00e4mtliche** Verhaltensweisen, ob geschlechtsspezifisch oder nicht, seien **einzig** das Resultat von Sozialisierung.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Dass sie *auch* Ergebnis von Sozialisierung sein k\u00f6nnen und die *strikte* Zuschreibung &#8222;m\u00e4nnlicher&#8220;\/ &#8222;weiblicher&#8220; Eigenschaften problematisch ist, ist ja nicht zu bestreiten, u.a. eben *weil* &#8222;die Evolution&#8220; selbst sich gar nicht an diese Striktheit h\u00e4lt und selbst immer wieder &#8222;Abweichungen&#8220; produziert, gerade weil das Zulassen von &#8222;Abweichungen&#8220; u.a. auch die Anpassungsf\u00e4higkeit und Lebenst\u00fcchtigkeit von Lebewesen st\u00e4rkt.<br><br>Das Problem liegt also in einer totalitaristischen Haltung, die tats\u00e4chlich typisch f\u00fcr einen &#8222;analen Charakter&#8220; ist, der also Probleme mit Kontrollverlust hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Warum &#8222;Linke&#8220; sich f\u00fcr genau das Gegenteil von &#8222;analen Charakteren&#8220; halten wollen &#8211; nur weil sie &#8222;gegen den Faschismus&#8220; k\u00e4mpfen zu wollen vorgeben, dem haupts\u00e4chlich der &#8222;anale Charakter&#8220; zugeschrieben wird -, liegt daran, dass sie selbst von denen, durch die sie &#8222;erzogen&#8220; wurden, zum &#8222;analen Charakter&#8220; gebildet wurden, aber dagegen &#8222;anzuk\u00e4mpfen&#8220; statt es zu bearbeiten und sich damit zu &#8222;vers\u00f6hnen&#8220; zu versuchen.<br><br><strong>Sobald &#8222;Linke&#8220; an die Macht kommen, offenbart sich ihr mehrheitlich deutlicher eigener unverarbeiteter gewaltt\u00e4tig analer Charakter und die Lust an Sadismus und Zerst\u00f6rung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Sie agieren an &#8222;der Gesellschaft&#8220; das aus, was sie an sich selbst nicht abgearbeitet haben, da es &#8222;zu schmerzhaft&#8220; f\u00fcr sie ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Es sind Psychopathen, die also exakt genauso wie Faschisten mit allen Mitteln von der Macht ferngehalten werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Man mu\u00df einfach mal grunds\u00e4tzlich zu der Erkenntnis kommen, dass &#8222;Mehrheit&#8220; NICHT = &#8222;richtig&#8220; ist, und dass &#8222;demokratisch&#8220; eben niemals bedeutet, einer &#8222;Mehrheit&#8220; zu folgen, schon weil jegliche &#8222;Mehrheit&#8220; sich nur in mehrere, Dutzende, Abertausende, Millionen *Einzelne* unterteilt, die s\u00e4mtlich unterschiedliche Interessen, Bed\u00fcrfnisse, Voraussetzungen, F\u00e4higkeiten usw. haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">&#8222;Demokratisch&#8220; w\u00e4re daher genau das Gegenteil davon, &#8222;Mehrheiten&#8220; zu folgen, n\u00e4mlich: gerade st\u00e4ndig zwischen den unz\u00e4hligen vielen Einzelnen zu vermitteln und sie niemals, niemals als &#8222;Kollektiv&#8220;, &#8222;Volk&#8220;, &#8222;Partei&#8220; usw. zu sehen und zu behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Solche grunds\u00e4tzlichen Missverst\u00e4ndnisse oder Unklarheiten von&#8220;Demokratie&#8220; m\u00fcssen erkannt und bearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Von der Erkenntnis her ist die Menschheit eigentlich l\u00e4ngst so weit, dass sie allen Menschen erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, sowohl &#8222;Unternehmern&#8220; \/ &#8222;dem Kapital&#8220; wie auch &#8222;dem Staat&#8220;\/ &#8222;dem Kollektiv&#8220; die existentielle Macht \u00fcber alles und jeden zu ENTZIEHEN &#8211; doch gefolgt wird weiterhin den uralten Parolen, die Macht wird an anonymisierte Kr\u00e4fte abgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Die Menschheit ist grunds\u00e4tzlich l\u00e4ngst in der Lage zur Anarchie \u2013 verstanden als Verzicht auf Machtmissbrauch \u2013 , und zur Erkenntnis, dass Anarchie keinesfalls bedeutet, &#8222;zu machen was man will&#8220;, sondern, Arbeit, Leben, Beziehungen unter neue selbstbestimmtere, r\u00fccksichtsvollere und erkenntnisorientiertere Bedingungen zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Doch &#8222;Staaten&#8220; und ihre Vollstrecker und Agenten m\u00f6chten dies verhindern: deshalb &#8222;verwechseln&#8220; sie &#8222;Mehrheit&#8220; mit &#8222;Demokratie&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Aber &#8222;sie&#8220;, das sind auch &#8222;Wir&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Wir alle Einzelnen haben dies zu fordern, anzustreben und umzusetzen, und es ist anstrengend, kompliziert und anspruchsvoll, aber die einzige dem Menschen angemessene Lebensweise, und nicht die, sich bequem &#8222;Mehrheiten&#8220;, &#8222;Meinungen&#8220;, &#8222;Parteien&#8220;, &#8222;Staaten&#8220;, &#8222;Unternehmen&#8220; usw. anzuschliessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Die meisten Menschen halten Demokratie f\u00fcr eine Art totalit\u00e4re Herrschaft von &#8222;Mehrheiten&#8220; \u00fcber &#8222;Minderheiten&#8220;&#8230; sie merken nicht, wie vielen &#8222;Minderheiten&#8220; jeder von ihnen angeh\u00f6rt&#8230; w\u00e4hrend das eigentlich Demokratische sich kaum auf &#8222;Mehrheiten\u201c konzentrieren kann, sondern vielmehr eine st\u00e4ndige Mediation zwischen mehreren, unz\u00e4hligen &#8222;Minderheiten&#8220; oder Besonderheiten anstreben m\u00fc\u00dfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\"><strong>Es ist nichts dagegen zu sagen, die Vergangenheit oder Gegenwart des Kolonialismus\/ Rassismus &#8211; selbst wenn es ausgerechnet im &#8222;Westen&#8220; passiert, dessen L<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>nder (im Gegensatz etwa zur gesamten &#8222;Islamischen Welt&#8220;, die ihren Kolonialismus nirgends <\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>berwunden hat, sondern ihm nachtrauert) ausnahmslos in ihren Verfassungen Diskriminierungsverbote eingesetzt haben &#8211; aufzugreifen und dagegen zu agieren; wenn man dies allerdings in exakt derselben Herrenmenschen- und <\/strong><strong>\u00dc<\/strong><strong>berheblichkeits- Attitude tut wie der des Kolonialismus, weist dies darauf hin, dass man von der (Un-)Geisteshaltung der &#8222;Kritisierten&#8220; selbst zutiefst gepr<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>gt ist (so wie gr<\/strong><strong>\u00f6\u00df<\/strong><strong>te Teile der &#8222;68er&#8220; dieselbe faschistoide Haltung wie die von ihnen &#8222;kritisierten&#8220; Eltern hatten), sich davon nicht l<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>sen zu k<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>nnen und innere K<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>mpfe nach au<\/strong><strong>\u00df<\/strong><strong>en zu tragen scheint, und nicht etwa &#8222;Herrschaft bek<\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>mpft&#8220;, sondern nur <\/strong><strong>\u00e4<\/strong><strong>rgerlich ist, dass man nicht selbst despotischer Herrscher ist, dies aber anstrebt.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Solcher Despotismus und Kollektivismus, der auch noch als \u201eDemokratie\u201c daherkommen oder sich als \u201eFortschritt\u201c auff\u00fchren will, obwohl er nur reaktion\u00e4ren Gehorsam fordert, Widerspruch und Differenzierung nicht dulden will, ist nicht zustimmungsf\u00e4hig, ihm darf man nicht zujubeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Ich habe mich immer gewundert, wieso das alle tun, und \u201edabei\u201c sein wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">&nbsp;\u201cWoher habe ich das ?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Jeder hat das. Jeder wei\u00df das, oder kann es wissen.<br><br>Jeder kann schuldig werden, der es nicht wissen will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Jeder kann es wissen, der will. Jeder kann diesen Ort in sich finden, welcher der Ort der Menschheit und der Menschlichkeit w\u00e4re. Ohne falsche \u201eLoyalit\u00e4t\u201c; mit echter R\u00fccksichtnahme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#f6fafe;color:#df6712\">Noch gibt es ihn nicht.<br>Aber jeder kann ihn gr\u00fcnden; jeder kann ihn finden.<br><br><strong>Nennen wir ihn \u201eNovko\u201c<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Gedenken an meine Mutter, Johanna Schwarz \u2020 23. August 2008 Am 23. August 2021 j\u00e4hrt sich zum 13.Mal der Todestag von Johanna Schwarz, der Mutter des Blog-Schreibers.Mit Erinnerungen an sie und ihre Haltung im verbrecherischen Wahnsinn des National-*Sozialismus* und seiner anal-sadistischen Exzesse verkn\u00fcpft er seine Gedanken \u00fcber den organisierten Irrsinn der heutigen \u201eNormalit\u00e4t\u201c &#8211; &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/ricercando.eu\/?p=248\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u201eFrau Ehlert und der Rassismus\u201c &#8211; das Verh\u00e4ngnis von \u201eLoyalit\u00e4t\u201c und Kollektivismus\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":247,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-248","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actually-and-fundamentally"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=248"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/248\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":249,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/248\/revisions\/249"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ricercando.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}