REALITÄTSVERLEUGNUNG, DESINFORMATION, PARADIGMENWECHSEL, „NEUE WELTORDNUNG“, ´ENERGIEKRISE` – „Etablierte“ Ignoranz und Selbstgerechtigkeit : Was Golfstaaten fürchten, und Fossil-Fans wie deren „Kritiker“ im „Freien Westen“ ignorieren (möchten)

                                                                     14. Juni 2026

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Dr. Lothar Riemenschneider, FiNiTESTi PUBLISHING, Berlin, Konstanz / Bundesrepubllik Deutschland – –North Berwick, East Lothian,SCO/UK –

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Was selbst ernannte „Klima-Aktivisten“ nicht fertigbrachten – im Gegenteil zu ihren Absichten haben sie der „Energiewende“ und der dringenden Notwendigkeit zum „Umsteigen“ auf möglichst schnell und viel erneuerbare Energien schwersten Schaden zugefügt –, vielleicht schafft es im Ergebnis Trump ?


Ebenso wie eine kulturelle und ökonomische Diversifizierung und Demokratisierung der vorderasiatischen Länder/ „Golf-Staaten“ – bei welcher antisemitische, selbst ernannt „progressive“, jedoch bei schon einfachem Hinsehen extrem rückständige und geistig hermetisch diktatorische, pervers aggressive selbst extrem kritikunfähige anti- und vor-demokratische „Israel-Kritiker“ völlig kontraproduktiv wirken – eher durch das Wirken von Trump, selbst wenn nicht direkt beabsichtigt, sondern als „Nebenprodukt“ geschehen könnte.

Schon allein angesichts der pubertären extrem selbstgerechten ideologisierten infantil krähenden „Trump-Kritiker“ – die selbst so Offensichtliches bestreiten wollen wie, dass der „links“-faschistische New Yorker Bürgermeister Mamdami „Marxist“ und Judenhasser ist, der sich selbst „Sozialist“ nennt, und die allen Ernstes behaupten, das habe Trump „erfunden“  – müßte sich eigentlich diese Frage aufdrängen: was genau sollen sich als „Trump-Kritiker“ Aufspielende denn besser gemacht haben als sie an der Macht waren ?


Wann endlich stellen sich diese arroganten Selbstgerechten diese Frage, die ungeschminkte Selbstkritik beinhalten müßte : wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass „Wähler“ sowas wie Trump oder AfD bevorzugen ?

Gleiches gilt für die „etablierten Parteien“ in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Bei Trumps Zielen bezüglich Iran dürfte es nie direkt oder allein um einen Regimewechsel, sondern in erster Linie darum gegangen sein, bestimmte Akteure der Welt(-Wirtschaft) zu schwächen.

Ein Ölmangel „aufgrund“ einer Schließung der Straße von Hormuz erscheint bei Weitem als nicht so real und dramatisch, wie es „interessierte Kreise“ – die an höheren Öl- und Gaspreisen interessiert sind – darstellen.

Indes müssen, wie Europa und andere Teile der Welt ihre Abhängigkeit von Öl und Gas beenden müssen, auch die Golfstaaten ihre Abhängigkeit vom Iran bzw. der Straße von Hormuz überwinden und alternative Vertriebswege finden, bzw. hätten dies schon längst tun müssen.

Aber Ignorieren war/ist eben bequemer, und so scheinen die „Golfstaaten“ allen Ernstes geglaubt zu haben, der Iran – als „islamischer Bruderstaat“ – würde sie schon verschonen.

Was die Energiemärkte betrifft, so haben nicht wenige Kapazitäten der Wirtschaftswissenschaften – wie .B. Anas Al-Hajji (http://www.weforum.org/people/anas-alhajji, einer der weltweit führenden Analysten für Energiemärkte – die verbreitete „Meinung“ einer Rohölknappheit bestritten oder widerlegt, und etwa darauf hingewiesen, dass „der Markt“ einem sogar grundlegenden oder strukturellen Missverständnis vorliegender Daten folgen könnte, welche dann – überraschend  . . . –  von „kritischen Journalisten“ verbreitet werden.


Die tatsächliche Realität des Marktes sollte anhand Analysen der vorherrschenden Darstellung zu überprüfen versucht werden.

Eines der Kernargumente gegen diese mangelnde Prüfung und deren Aussagen ist, dass der viel behauptete Rückgang der weltweiten Lagerbestände Ergebnis von (ungenügend geprüften) Täuschungen sein könnte – entsprechenden Daten zufolge scheinen bis zu 98 % des „Einbruchs der globalen Vorräte“ auf die Freigabe staatlicher strategischer Erdölreserven (SPRs) und nicht auf tatsächliche reale kommerzielle Lagerbestände zurückzuführen zu sein.
Zudem war etwa das Volumen, das die USA aus ihren strategischen Reserven freizugeben geplant hatten, tatsächlich größer als die Menge, die von den Energieunternehmen letztlich entnommen wurde.

Des Weiteren beschränken sich diese Bestandsabbauten fast ausschließlich auf zwei Länder: die USA und Japan.

Während Japan seine Ölreserven aufgrund innenpolitischer Zwänge reduziert, geben die USA Rohöl aus einer Position des Überflusses frei und steigern ihre Exporte massiv.

Die weltweiten kommerziellen Lagerbestände aber blieben den vorliegenden Daten entsprechend völlig stabil.

Auf dem freien Markt – so die entsprechende Schlussfolgerung  – kann kein physischer realer Mangel an Rohöl bestehen, ungeachtet eingeschränkter Exporte durch die Straße von Hormuz.

Ein entscheidender weiterer Punkt dürfte dort liegen, wo etwa Al-Hajji zwischen Rohöl und raffinierten Produkten wie Benzin, Diesel und Flugkraftstoff unterscheidet.

Wenn es überhaupt einen Engpass gibt, dann liegt er ausschließlich im Bereich der raffinierten Produkte, nicht beim Rohstoff selbst.

Insbesondere sind drei großformatige Raffinerien am Persischen Golf (in Saudi-Arabien, Kuweit und den VAE) außer Betrieb gesetzt aufgrund der geopolitischen Instabilität, die des Weiteren zu systemischen Störungen in Russland geführt und wichtige Akteure wie China und Indien zu politischen Exportbeschränkungen veranlasst hat.

Infolgedessen laufen indes die Raffinerien im „Westen“ an der absoluten Kapazitätsgrenze mit einer Auslastung von rund 95 %.

Wenn Raffinerien an der äußersten Grenze ihrer physischen Kapazität arbeiten, können sie kein einziges zusätzliches Barrel Rohöl mehr aufnehmen oder verarbeiten – selbst wenn die Kraftstoffnachfrage an Zapfsäulen oder der Luftfahrt im Hochsommer einen Höhepunkt erreicht.


Da die Raffinerien ihren Bedarf an Rohöl nicht oder kaum noch steigern können, gibt es im Grunde keinen strukturellen oder realen Grund für einen drastischen Anstieg des Ölpreises.

Nicht nur Al-Hajji betont, dass Erdöl ja kein einheitlicher Rohstoff ist.

Die geopolitische Krise im Nahen Osten hat den Markt vor allem von „Medium-Sour“-Rohöl abgeschnitten : mittelschweres, schwefelhaltiges Öl, das für die Dieselproduktion unerlässlich ist.

Dies könnte eine Erklärung für die stark gestiegene Nachfrage nach Öl aus der strategischen Erdölreserve (SPR) der USA sein, da diese genau diese Sorte vorhält; und es dürfte entscheidend sein zu verstehen, dass der massive Anstieg der US-Förderung fast ausschließlich leichtes, schwefelarmes Rohöl („Light Sweet Crude“) umfasst, welches nicht als direkter Ersatz für die spezifische Qualität dienen kann, die den Raffinerien in Asien und am Golf von Mexiko fehlt.

Folglich setzen die USA strategisch mittelschweres Rohöl aus ihren Reserven ein, um diese Lücke zu schließen.

Die derzeitige Marktanspannung ist somit vor allem auf Engpässe in der Raffinerieverarbeitung und auf regionale Defizite bei Fertigprodukten zurückzuführen – etwa bei der Versorgung mit Flugkraftstoff in Europa oder bei Flüssiggas (LPG) in Asien.

Die aktuelle Preisbildung bei Rohöl wird mithin eher durch geopolitische Sorgen und die Psychologie der Anleger bestimmt als durch einen tatsächlichen physischen Mangel am weltweiten Ölangebot.

Aber eine Kernbotschaft scheint hier eindeutig:

„die Welt“ stellt sich ein auf eine neue Realität, in der Exporte aus dem/ über den Persischen Golf eingeschränkt sind oder bleiben.

Auf diesen strukturellen Wandel haben weitere Experten wie etwa Dr. Luay al-Khatteeb, u.a. ehemaliger iraqischer Elektrizitätsminister, in einem Beitrag in „Attaqa“ hingewiesen, dessen Titel unzweideutig lautet: „Lieber Bürger des Nahen Ostens … Mach dich auf eine andere Welt gefasst“ („Dear Middle Eastern Citizen… Prepare for a Different World“):

„Die Gefahr der `neuen´ Realität liegt darin, dass viele Länder der Region zur Finanzierung ihrer Haushalte nach wie vor primär auf eine rohstoffbasierte Wirtschaft setzen und dabei ihre geographische Lage sowie ihre Schlüsselrolle bei der Sicherung der weltweiten Energie- und Handelsströme durch die Straße von Hormuz, Bab al-Mandab oder den Suez-Kanal nutzen …

Die Anfälligkeit der Volkswirtschaften im Nahen Osten gegenüber diesen Faktoren wird aber dadurch verschärft, dass die meisten Staaten der Region – in unterschiedlichem Maße – von den Einnahmen aus dem Export von Rohöl, Erdgas und raffinierten Produkten abhängen: diese bilden ihre wichtigste Quelle für Staatseinnahmen und Devisen …

Seit Ausbruch des (jüngsten) Golfkriegs am 28. Februar 2026 dürfte „die Welt“ in eine neue Phase strategischer (Neu-)Orientierung eingetreten sein.

Industrienationen und große Volkswirtschaften haben endgültig begonnen oder verstärkt, nach zuverlässigeren Alternativen zu den Energiequellen und Handelsrouten des „Nahen Osten“s zu suchen, selbst wenn sich diese Alternativen zumindest vorerst als kostspieliger erweisen.

In der aktuellen Prioritätenhierarchie ist die Rentabilität nicht mehr das alleinige Entscheidungskriterium von Entscheidungen: diese sind nun untrennbar mit Sicherheit, Stabilität und Versorgungssicherheit verknüpft.

Al-Khatteebs Warnung reicht dabei über den unmittelbaren Horizont des aktuellen Konflikts hinaus:

„…Selbst nach dem Ende der Amtszeit der Trump-Regierung Anfang 2029 werden die Erschütterungen dieser Ära nicht verschwinden, wenn er das Weiße Haus verlässt.

Die Welt – und insbesondere die Völker des Nahen Ostens – werden nicht nur vor den Herausforderungen der nächsten Jahre stehen; sie werden gezwungen sein, sich an tiefgreifende, systemische Veränderungen anzupassen, die Jahrzehnte andauern könnten.“

Viele mögliche Folgen liegen (noch) völlig außerhalb der Prognose-Modelle führender Analysten und politischer Ökonomen, welche die neuen Realitäten noch nicht einbezogen und/oder erfasst haben dürften oder können:

„Daher werden – während sich die politischen und sicherheitspolitischen Umbrüche verschärfen – die Völker des Nahen Ostens am stärksten von Sorge erfüllt, ihre Regime am wenigsten stabil und ihre Volkswirtschaften am anfälligsten innerhalb der von Trump erzwungenen neuen Weltordnung sein; einer Ordnung, die eine instabile oder zumindest unklare Zukunft hinterlässt.

Dies erfordert von der Region einen nüchternen Blick auf die Zukunft, da sie mit massiven Verschiebungen konfrontiert sein könnte, wie sie die Welt selbst in den dunkelsten Jahren der Weltkriege, des Kalten Krieges oder in Zeiten von Blockaden und Pandemien nicht erlebt hat.“

Aber der Verweis auf eine angeblich „erzwungene neue Ordnung“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass – wenn überhaupt – Trump, wie etwa für Rüstungsanstrengungen europäischer NATO-Staaten, nur ein Katalysator für ohnehin unausweichliche Veränderungen sein dürfte : dass es auch ohne Trump für die Staaten des „Nahen Ostens“/ „Middle East“ nur zwei Möglichkeiten zu geben scheint

— entweder eine ernsthafte Anpassung an künftige Erfordernisse durch den Aufbau engerer, langfristiger politischer Bündnisse, gestützt auf diversifizierte und wettbewerbsfähige Volkswirtschaften,

— oder das Verharren in den Modellen der Vergangenheit – mit allen damit verbundenen Risiken von Isolation, Niedergang und Statusverlust in einer Welt, die sich in unerwartetem Tempo wandeln könnte.

Jahrzehntelang genossen die Autokraten am Golf das endlose, unterwürfige Werben führender Politiker aus aller Welt – einzig aufgrund ihrer Kontrolle über Öl und Gas, die das globale Bruttoinlandsprodukt antrieben.

Da die Hormuz-Krise die globalen Entscheidungsträger jedoch dazu veranlasst oder sogar zwingt, alternative Handels- und Energierouten zu erschließen, könnte den Regimen am Golf durch den bevorstehenden Rückgang der Öl- und Gaseinnahmen ein politischer Absturz bevorstehen, oder Veränderungen auf sie zukommen, auf welche die an scheinbare politische Stabilität aufgrund sorglosen Reichtums gewohnten Golf-Staaten kaum vorbereitet scheinen.

Vor diesem Hintergrund erscheinen Entwicklungen unerwarteter oder bewusster Verschiebungen oder Konsolidierungen mächtiger regionaler Achsen  – beispielsweise eines Triumvirats aus Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei – wahrscheinlich, während kleinere, vom Bestand des bisherigen System abhängige Kleinstaaten der Region zerfallen könnten, wenn sie unvorbereitet sind oder nicht entwicklungsfähig bleiben oder werden.

In einer solchen Konstellation etwa könnte Pakistan Saudi-Arabien „militärische Tiefe“ liefern, während etwa die Türkei industriellen Zugang und strukturelle Wege zu neuen Märkten bietet.

Während Regime am Golf weiterhin um die Bereitstellung des von ihnen – u.a. aufgrund erheblicher Naivität gegenüber dem Iran – Versäumten via Schirmherrschaft globaler Supermächte oder dominanter regionaler Schwergewichte buhlen, erscheint die Türkei als positioniert, um zur regionalen Hegemonialmacht aufzusteigen – eine Chance, die ihr auch ein geschwächter oder zersplitterter Iran servieren könnte.


„Ironischer“ Weise übernehmen derzeit Israel und die USA die mühsame Arbeit, den Iran für den türkischen Präsidenten Erdoğan und dessen Nachfolger zu demontieren – und das völlig kostenlos für die Türkei.

Im Gegensatz dazu könnten Staaten im Nahen Osten, die es versäumt haben, ihre Volkswirtschaften konsequent zu diversifizieren – bspw. Iraq, Kuweit, Randgebiete Saudi-Arabiens –  etwa vor massiven internen Inflationsschocks stehen.

Der Einbruch der Kaufkraft „des Westens“ bzw. seine Zuwendung zu „alternativen Energien“ und deren Verstärkung könnte Regierungen unweigerlich dazu zwingen, staatliche Subventionen für Lebensmittel und Treibstoff zu streichen; Voraussetzungen evtl. auch für eine neue, weitaus gewalttätigere und zerstörerischere Variante des „Arabischen Frühlings“, die den Fortbestand jedes Königshauses in der Region gefährden könnte.


Um internen Widerstand zu unterdrücken, während die Petrodollar-Einnahmen versiegen, könnten diese Golf-Regime sich in rücksichtslos effiziente High-Tech-Polizeistaaten zu verwandeln suchen, mit schmerzhaftem strukturellem Abbau der „alten Ordnung“.

Auch Alternativen zu den bisherigen Rohstoff-Exporten über den Persischen Golf über Landrouten und Pipelines, die in verschiedene Richtungen längst im Bau sind, können das Nachholen der versäumten ökonomischen Diversifizierung sowie gesellschaftlicher Öffnung der Monarchen- und Emirate-Staaten möglicher Weise nicht (rechtzeitig) ersetzen.

So wie Europa und andere Teile der Welt ihre Abhängigkeit von Öl und Gas beenden müssen, müssen auch die Golfstaaten ihre Abhängigkeit vom Iran bzw. der Straße von Hormuz überwinden und alternative Vertriebswege und ökonomische Inhalte finden.

Langfristig könnte dies zu einer stärkeren Zurückhaltung, zurückgehenden Bedeutung und Isolierung des Iran führen, als es jeder Angriff vermöchte.

Zumindest ist es eine Überlegung wert, ob Trump tatsächlich so töricht und unberechenbar ist, wie er bisweilen wirkt.

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June 14th, 2026